Eishockey Nationalmannschaft: Krupp-Debüt beim All-Star-Spiel in Krefeld

Eishockey Nationalmannschaft
Krupp-Debüt beim All-Star-Spiel in Krefeld

Uwe Krupp feiert heute beim All-Star-Spiel in Krefeld (15.15 Uhr/live bei Premiere) sein Debüt als Eishockey-Bundestrainer. "Ich freue mich, dass es endlich losgeht", meinte der 40-Jährige vor der Partie.

Bei seinem Debüt als Eishockey-Bundestainer würde Uwe Krupp lieber auf großes Spektakel verzichten. "Wir stecken ein bisschen in der Zwickmühle", sagt der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger vor seiner ersten Partie als Chefcoach der Nationalmannschaft. Denn wenn seine Spieler heute (15.15 Uhr/live bei Premiere) in Krefeld zehn Tage vor ihrem Olympia-Auftakt aufs Eis gehen, spielt der Sport eher eine Nebenrolle. Beim All-Star-Spiel gegen die besten Ausländer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) stehen Show und Spaß im Mittelpunkt.

"Nutzen jede Gelegenheit, die Mannschaft vorzubereiten"

"Es ist nicht unbedingt das Umfeld für ein ernstes Vorbereitungsspiel", sagt der 40-Jährige, "aber wir nutzen jede Gelegenheit, die Mannschaft auf die Spiele in Turin vorzubereiten." Viel Zeit bleibt nicht mehr bis zum 15. Februar, wenn im Palasport Olimpico Weltmeister Tschechien der erste Gegner für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist.

Nur noch zwei "ernste" Testspiele stehen bis dahin auf dem Programm: Am kommenden Mittwoch (20.00 Uhr) gastiert das Krupp-Team auf dem Weg nach Italien in Salzburg beim Mitabsteiger Österreich, tags drauf zieht es im Olympischen Dorf ein. Am 11. Februar fliegt der DEB-Tross mit einem Charterflugzeug für die Generalprobe gegen Russland noch einmal nach Köln, um gleich nach der Schlusssirene in die Olympia-Stadt zurückzukehren. "Das ist wie ein Auswärtsspiel im eigenen Land", meint Krupp.

Kölner löst erfolglosen Poss ab

Der gebürtige Kölner, der vor 20 Jahren in die USA übersiedelte, sieht seiner Premiere als Bundestrainer dennoch gelassen entgegen. "Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Wir haben jetzt lange genug alles vorbereitet", sagt der frühere NHL-Profi, der am 15. Dezember die Nachfolge des erfolglosen Greg Poss antrat. Die deutsche Nationalhymne zu hören, sei auch nach zwei Jahrzehnten in der neuen Heimat in Übersee "noch immer etwas Besonderes", erst recht am Sonntag, "als Alleinverantwortlicher".

Als Spieler hatte Krupp sie zuletzt vor acht Jahren gehört, bei den Olympischen Spielen in Nagano. Zusammen mit Torhüter Olaf Kölzig war er aus Amerika eingeflogen als schon alles zu spät war. "Wir haben am Flughafen gesehen, dass wir 2:8 gegen Weißrussland verloren haben", erinnert sich Krupp. Das Viertelfinale war verpasst. Mit den beiden NHL-Stars ging es nur noch um Platz neun.

"Letztes Länderspiel" bei der U17

Doch eigentlich liegt der letzte Auftritt im DEB-Trikot erst anderthalb Jahre zurück. "Da haben wir mit der U17 zum Abschluss eines Lehrganges ein Spiel gegen eine Mannschaft aus der Schweiz gemacht. Weil nicht mehr genug Verteidiger da waren und ich meine Ausrüstung dabei hatte, habe ich einfach mitgespielt", sagt Krupp und meint schmunzelnd: "Das war mein letztes Länderspiel, allerdings ein sehr gemächliches."

In bester Erinnerung hat der Stanley-Cup-Sieger von 1996 und 2002 noch seinen eigenen Auftritt in einem All-Star-Spiel. 1991 in Chicago gehörte er zu den Besten der Besten in der NHL, die sich zum alljährlichen Spektakel trafen. "Das war einer der Höhepunkte meiner Karriere", erinnert sich Krupp, der insgesamt 810 Partien in der härtesten Eishockey-Liga der Welt absolvierte, "es war wegen des Golfkriegs eine unheimlich emotionale Sache." Damals genoss er als Spieler die Show auf dem Eis, heute wäre ihm als Trainer etwas mehr Ernst lieber.

© SID

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