Eishockey Nationalmannschaft
Krupp: "Ich bin Kritik gewohnt"

Bundestrainer Uwe Krupp ist trotz Platz zehn bei der WM in Kanada nicht unzufrieden. Im Interview zog der 42-Jährige seine persönliche Bilanz.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die WM in Kanada auf Rang zehn abgeschlossen. Nach einem für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) turbulenten Turnier, zog Bundestrainer Uwe Krupp im Interview sein Fazit.

Frage: "Herr Krupp, Ihre Mannschaft hat die WM mit einem 5:3-Sieg gegen Lettland abgeschlossen. Wie fällt Ihr Fazit aus?"

Uwe Krupp: "Die Mannschaft hat nach dem demoralisierenden 1:10 gegen Kanada Charakterstärke gezeigt. Es war wichtig, dass sie auf positive Art und Weise das Turnier verlässt und eine gute Erinnerung mit nach Hause nimmt."

Frage: "Nach dem stetigen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre gab es erstmals einen Rückschlag. Was bedeutet das für die Entwicklung der Mannschaft?"

Krupp: "In den letzten beiden Jahren sind wir relativ geschmeidig durch die Turniere gegangen und haben uns konstant weiter nach oben gearbeitet. Diesmal war es holprig. Aber du musst auch die eine oder andere schmerzhafte Erfahrung machen, um besser zu werden."

Frage: "Am Ende hat die 2:3-Pleite gegen Norwegen den Ausschlag gegeben, dass das Viertelfinale verpasst wurde ..."

Krupp: "Wir wünschen uns alle, das Norwegen-Spiel noch einmal zu spielen. Aber wir haben eine wichtige Erfahrung gemacht: Wir haben gesehen, dass man den Fuß auf dem Gaspedal lassen und immer voll durchtreten muss. Wenn man es mit drei Viertel Einsatz versucht, klappt es nicht."

Frage: "Gegen Lettland stimmte der Einsatz wieder ..."

Krupp: "Die Jungs haben gezeigt, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Sie haben mit Willensstärke gewonnen. Es war ganz klar, dass wir die richtigen Spieler dabei hatten."

Frage: "Wie haben Sie selbst diese schwierige WM erlebt?"

Krupp: "Es ist immer einfacher, wenn es rund läuft. Diesmal ist es nicht so rund gelaufen. Der Ton war anders. Ich habe den Jungs diesmal nicht nur auf die Schulter geklopft. Aber das war auch eine gute Erfahrung."

Frage: "Mit Ihrer Fan-Schelte sind Sie auch erstmals in die Kritik geraten. Wie gehen Sie damit um?"

Krupp: "Ich bin Kritik gewohnt. Die gibt es in der DEL von allen Seiten, da wird immer scharf geschossen. Die Entscheidungen des Bundestrainers sind immer umstritten und werden kontrovers diskutiert. Mit dieser Kritik muss ich leben. Der Unterschied zum Vorjahr war, dass ich diesmal nicht gelesen habe, was geschrieben wurde. Das war vielleicht eine ganz gute Entscheidung."

© SID

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