Eishockey Nationalmannschaft
Krupp: "Mannschaft hat große Stärke gezeigt"

Nach dem erfolgreichen Wiederaufstieg der deutschen Eiskockey-Nationalmannschaft bei der B-WM in Amiens hat Bundestrainer Uwe Krupp den Vertrag mit dem DEB verlängert. Im Gespräch stand der 40-Jährige Rede und Antwort.

Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp stand nach dem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der B-WM Rede und Antwort.

Frage: "Uwe Krupp, Sie haben mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft den sofortigen Wiederaufstieg geschafft. Sind Sie sehr erleichtert?"

Uwe Krupp: "Ich fühle vor allem Stolz. Ich bin sehr, sehr stolz, wie konzentriert die Mannschaft von Anfang bis Ende gespielt hat, wie sie die kleinen Sachen richtig gemacht hat, wie sie Disziplin gezeigt hat. Sie hat immer genauso gespielt, wie wir es von ihr erwartet haben. Sie hat große Stärke gezeigt, obwohl sie noch sehr jung ist."

Frage: "Sie sind mit Ihren Personalentscheidungen vor der B-WM sehr mutig gewesen, haben erfahrene Spieler wie Klaus Kathan zu Hause gelassen und gleich drei 18-Jährige mitgenommen. Am Ende haben Sie alles richtig gemacht, oder?"

Krupp: "Wir hatten keinen einzigen Touristen im Team. Jeder, der hier war, hat uns weiter geholfen. Alle 22 Spieler haben auf ein Ziel hingearbeitet, den Wiederaufstieg."

Frage: "Nach den Olympischen Spielen haben Sie die Mannschaft noch einmal deutlich verjüngt. Haben die Eindrücke von Turin diese Entscheidung beeinflusst?"

Krupp: "Nach Olympia habe ich gemerkt, dass gutes Schlittschuhlaufen und Tempo das Wichtigste ist, wenn man konkurrenzfähig sein will. Ich habe gesehen, dass wir noch viel schneller sein müssen. Dieses Team hier ist schnell und alle passen genau in unser System. Außerdem hat in Turin der Kern der Mannschaft mich kennen gelernt und ich habe die Spieler kennen gelernt. Das war enorm wichtig."

Frage: "Wie geht es jetzt weiter? Bleiben Sie Bundestrainer?"

Krupp: "Ich werde zunächst mit meiner Familie reden. Aber im Großen und Ganzen sieht alles gut aus. Ich arbeite gerne hier in diesem Umfeld, es funktioniert ganz gut mit den Spielern."

Frage: "Werden Sie weiterhin von Ihrem Wohnsitz Atlanta aus agieren?" Krupp: "Das Hin- und Herfliegen hat ganz gut funktioniert. Da wird es auch in Zukunft keine Änderung geben. Es ist auch kein Problem, denn die Spieler, die für uns in Frage kommen, kennen wir gut. Und ich habe in Ernst Höfner und Klaus Merk zwei Assistenten, die mir in Deutschland zuarbeiten."

Frage: "Die Fans haben Sie nach dem Spiel aufs Eis gerufen. War Ihnen das ein bisschen unangenehm?"

Krupp: "Ich wusste nicht genau, was ich machen sollte. Das ist bei den Fans ja ein richtiges Ritual. Drüben in Amerika macht man das gar nicht. Da hat mir einer gesagt: Du musst noch mal raus. Es war eine nette Geste der Fans. Ich habe höchsten Respekt, dass sie hierher gekommen sind und uns unterstützt haben."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%