Eishockey Nationalmannschaft
Nächster Sieg für deutsche Kufencracks

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat acht Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Russland ihren vierten Sieg in Serie gelandet. Die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp schlug "Angstgegner" Schweiz mit 3:2.

Acht Tage vor dem WM-Auftakt hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft auf dem Weg nach Russland den vierten Sieg in Folge verbucht und ihre "schwarze Serie" gegen die Schweiz beendet. Im ersten Teil des doppelten Vorbereitungs-Duells mit den Eidgenossen setzte sich das immer noch stark ersatzgeschwächte Team von Bundestrainer Uwe Krupp in Herisau mit 3:2 (2:0, 0:1, 1:1) durch und ging erstmals nach drei Jahren und neun Spielen gegen den leicht favorisierten Olympia-Sechsten wieder als Sieger vom Eis. Bereits am Samstag (15.30 Uhr) kommt es in Rapperswil zur Revanche.

Krupp war mit der Leistung seiner Mannschaft zurecht rundum zufrieden. "Das war ein starkes Spiel gegen eines der acht besten Teams auf der Welt, das uns eigentlich überlegen sein müsste. Wir haben durch die schnellen Tore einen großen Vorteil gehabt und die Überzahl vor dem 3:1 sehr gut genutzt. Ich blicke optimistisch in Richtung WM", kommentierte der Coach.

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die ohne die Nationalspieler der DEL-Finalisten Adler Mannheim und Nürnberg Ice Tigers sowie jegliche NHL-Legionäre auskommen musste, wies auch im vorletzten Länderspiel vor den Titelkämpfen (27. April bis 13. Mai) eine ansteigende Formkurve nach. Die Abwehr, aufgrund des aktuellen Spielermangels das deutsche Sorgenkind, präsentierte sich aggressiv und kompromisslos.

Felski vergibt Penalty

Andre Rankel (7.) von den Eisbären Berlin und der Kölner Philip Gogulla (8.) sorgten innerhalb von 72 Sekunden für einen Blitzstart der deutschen Mannschaft. Kurz zuvor hatte Rankels Klubkollege Sven Felski gegen Jonas Hiller, Torhüter des WM-Gastgebers 2009, bereits einen Penalty vergeben (5.). NHL-Profi Marc Streit (40.) gelang der Anschlusstreffer, Petr Macholda von den Frankfurt Lions konterte mit seinem ersten Länderspieltor (52.). Nach dem postwendenden 2:3 durch Julien Sprunger (53.) ließ die deutsche Defensive schließlich nichts mehr anbrennen.

Krupp wechselte vor 3 420 Zuschauern viel und gab seinen Torhütern Dimitrij Kotschnew (Eisbären Berlin) und Youri Ziffzer (Iserlohn Roosters) jeweils 30 Minuten Eiszeit. "Beide haben sehr stark gehalten", lobte der Bundestrainer, dessen Mannschaft kompakt und kombinationssicher war und damit dem Erzrivalen das Leben schwer machte.

Das erste Duell mit der Schweiz war allerdings für einige Spieler auch die letzte Chance, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. "Am Freitag reisen Martin Ancicka, Christoph Ullmann und Felix Petermann aus Mannheim an. Das heißt, dass wir drei oder vier Spieler aus dem Kader nehmen müssen", sagte Krupp. Wer für das Meister-Trio weichen muss, gab der Bundestrainer aber noch nicht bekannt.

Sturm sagt WM ab

Einen Tag vor dem Spiel hatte den bislang einzigen deutschen Stanley-Cup-Sieger eine weitere schlechte Nachricht erreicht. Nach einer wahren Absagenflut hatte auch NHL-Star Marco Sturm Krupp davon in Kenntnis gesetzt, dass er für den Kampf um den Klassenerhalt nicht zur Verfügung steht.

Vier Tage nach der Abreise nach Russland am 24. April startet die DEB-Auswahl im Moskauer Vorort Mytischtschi gegen Rekordchampion Kanada in die WM.

© SID

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