Eishockey Nationalmannschaft
Ustorf tritt aus Nationalteam zurück

Der Kapitän geht vom Eis. Nach dem Sieg des deutschen Eishockey-Nationalteams bei der B-WM und der Ankündigung von Bundestrainer Uwe Krupp, seinen Vertrag zu verlängern, ist Stefan Ustorf zurückgetreten.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft und Bundestrainer Uwe Krupp müssen in Zukunft auf Kapitän Stefan Ustorf verzichten. Nach dem Gewinn der B-WM im französischen Amiens - und dem daraus resultierenden Wiederaufstieg in die Weltspitze - ist der Mittelstürmer aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. "Irgendwann ist es Zeit. Ich mache das jetzt seit 15 Jahren", sagte der Spieler des deutschen Meisters Eisbären Berlin nach dem 5:0-Sieg gegen Gastgeber Frankreich: "Ich möchte einfach mehr Zeit für meine Familie haben."

"Es ist Zeit, an andere zu denken"

Der 32-Jährige, der 1992 sein WM-Debüt gegeben hatte, bestritt gegen die "Equipe tricolore" sein 122. Länderspiel. "Ich möchte einfach mehr für Menschen in meinem Umfeld da sein, denen es nicht gut geht. Es ist Zeit, an andere zu denken und nicht immer nur an mich", sagte Ustorf. Seine Großeltern und Schwiegereltern seien sehr krank, seine Ehefrau Jodi war an Brustkrebs erkrankt, und die Kinder Jake (8) und Kylie (3) bräuchten "einen Vater, der auch mal da ist".

Ustorf, der sechs Jahre lang in den USA spielte und es auf 54 NHL-Spiele brachte, kann die Nationalmannschaft ruhigen Gewissens verlassen. "Wir sind wieder in die A-Gruppe aufgestiegen. Ich habe die Karre nicht im Dreck stecken lassen. Wir sind jetzt wieder da, wo wir hingehören", sagte der gebürtige Kaufbeurer. Krupp wertete Ustorfs Rücktritt als großen Verlust. "Er war auch bei diesem Turnier ein hervorragender Kapitän. Er hinterlässt eine große Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird", sagte der Bundestrainer.

© SID

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