Eishockey Nationalmannschaft
Zach bringt sich als Bundestrainer ins Gespräch

Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp hat vor wenigen Tagen seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Als Nachfolger brachte sich jetzt "Alpen-Vulkan" Hans Zach in Stellung.

Die Sehnsucht nach der Eishockey-Nationalmannschaft und dem Job als Bundestrainer hat Hans Zach offenbar wieder gepackt. "Ich wurde gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte, und ich habe ja gesagt", bestätigte der "Alpen-Vulkan" im Unruhestand dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Am Freitag hatte sich Zach, der die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bereits von 1998 bis 2004 betreute, im Gespräch mit dem Pay-TV Sky-Sender als Nachfolger des aktuellen Bundestrainers Uwe Krupp ins Gespräch gebracht: "Wenn man mich ruft, wäre ich sicher da." Eine noch deutlichere "Bewerbung" um das Amt, das nach Krupps Wechsel zu den Kölner Haien im Anschluss an die WM 2011 frei wird, wollte Zach dann aber doch nicht formulieren: "Mehr sage ich dazu nicht."

"Hans Zach ist ein großer Name"

Beim DEB hört man die Signale genau. "Hans Zach ist ein großer Name und wird es auch immer bleiben", sagte DEB-Präsident Uwe Harnos dem SID: "Naürlich passt er ins Anforderungsprofil. Er ist deutsch, setzt auf Talente und Disziplin. Das heißt aber nicht, dass er der Favorit ist. Es ist noch keine Entscheidung gefallen."

In den sechs Jahren unter Zachs Regie erreichte die deutsche Mannschaft dreimal das Viertelfinale einer WM und belegte bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City den achten Platz. Nach öffentlicher Kritik an der "Defensivtaktik" des impulsiven Trainers verlängerte er seinen Vertrag nicht mehr. Als Vereinstrainer hatte Zach zuletzt in der Saison 2009/2 010 mit den Hannover Scorpions die deutsche Meisterschaft geholt und sich danach in den vorläufigen Ruhestand verabschiedet.

Zach löst Wetteinsatz ein

Seine freie Zeit nutzte Zach in diesem Jahr zu einer ausgedehnten Fahrradtour - allerdings nicht ganz freiwillig. Nach der gewonnenen Meisterschaft mit Hannover löste er im Sommer seinen Wetteinsatz ein und fuhr gemeinsam mit mehreren Freunden vom nördlichsten zum südlichsten Punkt Deutschlands. Fast 1 000 Kilometer von Sylt bis nach Einödsbach in Bayern legte er mit dem Rennrad zurück - und hatte dabei wohl einige Zeit zum Nachdenken.

Amtsinhaber Krupp wird bis nach der Weltmeisterschaft 2011 in der Slowakei Bundestrainer bleiben und wechselt danach zu den Kölner Haien. Dort wird er unter anderem auch als Headcoach an der Bande stehen. Eine sofortige Freigabe oder das Ausüben einer Doppelfunktion als Bundestrainer und Trainer der Haie - wie es einst bei Hans Zach der Fall gewesen war - hatte der DEB kategorisch abgelehnt.

© SID

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