Eishockey NHL
"Big E" Lindros gibt Karriereende bekannt

Nach 372 Toren, 493 Assists, 1 398 Strafminuten und 760 NHL-Spielen ist für Eric Lindros endgültig Schluss. In seiner kanadischen Heimatstadt London erklärte der von Verletzungen geplagte 34-Jährige seinen Rücktritt.

Der kanadische Eishockey-Star Eric Lindros hat den Kampf um die Fortsetzung seiner Karriere in der nordamerikanischen Profiliga NHL endgültig aufgegeben und seinen Rücktritt erklärt. Der 34-Jährige, der in seiner 13-jährigen NHL-Laufbahn unter anderem acht Gehirnerschütterungen erlitten hatte, gab seinen Rückzug am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt London/Ontario bekannt. In 760 Spielen hat Lindros 372 Tore und 493 Assists für 865 Punkte erzielt und dabei 1 398 Strafminuten kassiert.

Verletzungen als ständiger Begleiter

Lindros war in den vergangenen drei Spielzeiten wegen zahlreicher Verletzungen nicht mehr in Tritt gekommen und hatte kaum mehr die Gelegenheit gehabt, seine Klasse unter Beweis zu stellen. 2003/04 absolvierte der Starcenter nur 39 Spiele für die New York Rangers, 2004/05 ganze 33 im Trikot der Toronto Maple Leafs. Nach seinem Wechsel zu den Dallas Stars war Lindros in der abgelaufenen Saison zwar immerhin bei 49 Begegnungen dabei, erzielte mit fünf Treffern allerdings die schwächste Ausbeute seiner gesamten Karriere. Allein 20 Spiele verpasste der Kanadier wegen einer Leistenverletzung.

Megadeal bringt "Big E" nach Philadelphia

In den Anfangstagen seiner Karriere hatte Lindros für mächtig Wirbel gesorgt. Das Ausnahmetalent wurde 1991 von den Quebec Nordiques als Nummer eins der NHL-Drafts ausgewählt, weigerte sich aber strikt, für das kanadische Team zu spielen. Stattdessen ging Lindros in der unterklassigen Ontario Hockey-League (OHL) für die Oshawa Generals aufs Eis. Erst ein Jahr später begann die NHL-Karriere des 1,93 Meter großen Mittelstürmers. Die Philadelphia Flyers sicherten sich 1992 die Dienste von "Big E" und gaben dafür an Quebec sechs Spieler, zwei Erstrunden-Draftpicks und 15 Mill. Dollar ab. Im Rahmen des Deals wechselte unter anderem der schwedische Superstar Peter Forsberg zu den Nordiques.

Bei den Flyers, für die der Center bereits als Rookie 41 Tore erzielte, hatte Lindros seine erfolgreichste Zeit. 1994/95 wurde der Angreifer mit der Hart Memorial Trophy für den wertvollsten Spieler (MVP) ausgezeichnet. Von den Spielern wurde Lindros mit dem Lester B. Pearson Award als herausragendster Akteur der Saison gewürdigt. Im gleichen Jahr war die legendäre Nummer 88 zum Kapitän befördert worden und behielt den Posten fünf Jahre. Der Gewinn des Stanley Cups blieb Lindros dagegen verwehrt. 1996/97 scheiterte Phildelphia im Finale mit 0:4 an den Detroit Red Wings.

Mit reichlich Nebengeräuschen war Lindros nach Philadelphia gekommen, und genau so ging er auch. Nach einem Streit mit Flyers-Generalmanager Bob Clarke weigerte sich Lindros einen neuen Vertrag zu unterzeichnen und setzte die Saison 2000/2 001 komplett aus. Nach seinem Comeback bei den Rangers kam der Kanadier nicht mehr richtig auf die Beine. Heute engagiert sich der 34-Jährige bei der Neustrukturierung der Spielergewerkschaft Nhlpa.



© SID

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