Eishockey NHL
Einigung im Vertragsstreit um NHL-Star Kowaltschuk

Ilja Kowaltschuk wird auch künftig für den NHL-Klub New Jersey Devils auf dem Eis stehen. Die nordamerikanische Profiliga akzeptierte den neuen Vertrag zwischen beiden Parteien.

Der Vertragsstreit um den russischen Eishockey-Star Ilja Kowaltschuk ist beigelegt. Der 27 Jahre alte Linksaußen bleibt bei den New Jersey Devils in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Der Klub einigte sich mit der Liga, nachdem diese einen "Rentenvertrag" für Kowaltschuk abgelehnt hatte. "Uns wurde mitgeteilt, dass die NHL den neuen Vertrag zwischen Kowaltschuk und den New Jersey Devils akzeptiert hat. Wir sind froh, dass diese Angelegenheit zur Zufriedenheit beider Parteien gelöst wurde", sagte Devils-Präsident Lou Lamoriello. Über den neuen Deal mit ihrem Starspieler machte der dreimalige Stanley-Cup-Sieger keine Angaben.

Die Devils hatten Kowaltschuk ursprünglich einen Vertrag angeboten, der dem Stürmer in 17 Jahren insgesamt 102 Mill. Dollar (rund 80 Mill. Euro) einbringen sollte. 95 Mill. Dollar (73,7 Mill. Euro) sollte Kowaltschuk für die ersten zehn Jahre bekommen, die restlichen sieben Mill. Dollar (5,4 Mill. Euro) für die verbleibenden sieben Jahre. Insgesamt hätte dies einem durchschnittlichen Jahresgehalt von sechs Mill. Dollar (5,2 Mill. Euro) entsprochen. Die sogenannte "Salary Cap", die zulässige Gehaltsobergrenze für die NHL-Klubs, lag in der Saison 2009/2 010 bei 11,36 Mill. Dollar (8,8 Mill. Euro) für einen Spieler.

NHL befürchtete Umgehung der "Salary Cap"

Die Liga zweifelte allerdings an, dass Kowaltschuk in den letzten Jahren des längsten NHL-Vertrages der Geschichte noch regelmäßig für New Jersey auf dem Eis stehen würde, und verbot den Deal. Der Russe wäre zum Ende der Vertragslaufzeit immerhin 44 Jahre alt. Die NHL fürchtete, dass der Klub seinem Starspieler in den ersten zehn Jahren deutlich mehr zahlen wollte als die zulässigen 11,36 Millionen, um das Gehalt dann in den letzten sieben Jahren drastisch zu reduzieren.

Zuletzt hatte auch ein von der NHL angerufenes Schiedsgericht dem Vertrag die Rechtmäßigkeit nach den Statuten der Liga abgesprochen. Kowaltschuk war danach wieder als sogenannter Free Agent auf dem Markt. Der Russe verbuchte in insgesamt 621 Spielen der regulären Saison 338 Tore und 304 Vorlagen. In den vergangenen sechs Spielzeiten traf er jeweils mindestens 40-mal. Bei der WM im Mai in Deutschland war der Angreifer mit zwei Treffern und zehn Assists Topscorer.

© SID

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