Eishockey NHL
Fünf Deutsche jagen den Stanley-Cup

Mit dem Beginn der Play-offs beginnt in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL heute die heiße Saisonphase. Mit von der Partie ist auch ein deutsches Quintett.

Im Kampf um die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt gehören deutsche Kufen-Cracks zum Kreis der Favoriten. Die Nationalspieler Christian Ehrhoff und Marcel Goc wollen mit den San Jose Sharks den Traum vom Gewinn des Stanley Cups wahrmachen und in einer Reihe mit Bundestrainer Uwe Krupp stehen.

"Uwe Krupp ist bisher der einzige deutsche Spieler, der ihn gewinnen konnte. Dieses Jahr sollen es zwei weitere sein", sagte Center Goc zum Coup des Ex-Verteidigers. Der machte mit seinem Tor in der dritten Verlängerung des vierten Spiels den Final-"Sweep" für Colorado Avalanche gegen die Florida Panthers perfekt.

Meistertitel ist Ehrhoffs Ziel

Ehrhoff, Zimmergenosse von Goc auf Auswärtsreisen und mittlerweile Topverteidiger seines Teams, sagte dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Ich schaue immer auf das Nächsthöhere. Mein großes Ziel ist der Stanley Cup." Mittwochnacht beginnen die Playoffs in der nordamerikanischen Profiliga NHL und damit das zähe Ringen um den 15,5kg schweren und 89,54 Zentimeter hohen Pokal aus Silber und Nickel.

Und die beiden Deutschen eröffnen das Programm zusammen mit Superstar Sidney Crosby. Ehrhoff/Goc starten mit den Sharks als Nummer zwei im Westen ihre Erstrunden-Serie nach dem Modus "best of seven" gegen die Calgary Flames.

Der Kanadier Crosby trifft mit den im Osten an zwei gesetzten Pittsburgh Penguins auf den Vorjahresfinalisten Ottawa Senators, dem mit dem zweiten deutschen Topverteidiger Christoph Schubert aber nur Außenseiterchancen zugerechnet werden. Ottawa gewann seit Anfang Februar nur elf von 30 Begegnungen, was zur Entlassung von Coach John Paddock führte.

Desweiteren spielen an diesem Abend die Erzrivalen New Jersey Devils und New York Rangers sowie Minnesota Wild und Colorado gegeneinander. Der russische Superstar Alexander Owetschkin, mit 65 Treffern NHL-Toptorjäger, hat mit den Washington Capitals erst Freitagnacht seinen ersten Auftritt gegen die Philadelphia Flyers. Den wird sich Nationalkeeper Olaf Kölzig wohl von der Bank aus ansehen müssen, weil Konkurrent Cristobal Huet derzeit die Nase vorne hat. Titelverteidiger und Mitfavorit Anaheim Ducks trifft tags zuvor auf die Dallas Stars.

Im Spielerparadies Las Vegas ist die Meisterschaft schon vor dem Play-off-Start entschieden. Wer einen Dollar auf die Detroit Red Wings setzt, erhält im Falle des vierten Triumphes innerhalb der letzten zehn Jahre nur 20 Cents als Gewinnprämie ausgezahlt.

"Detroit hat alle Komponenten für den Gewinn des Cups", sagte Uwe Krupp zu seinem ehemaligen Klub aus der Motor City, der sich die Presidents Trophy als bestes NHL-Team der Vorrunde und Heimrecht für die gesamten Play-offs sicherte.

Einer der ernsthaftesten Konkurrent ist nach Meinung von Krupp San Jose: "Sie haben das Zeug, den Stanley Cup zu gewinnen. Aber sie müssen an Detroit vorbeikommen." San Jose gewann von den letzten 22 Spielen der Vorrunde 18.

Liga freut sich über Zuschauerboom

Vor dem ersten Play-off-Bully durfte die NHL Erfreuliches berichten. Obwohl die Spiele der kriselnden Liga in den USA nur im Kabelfernsehen zu sehen sind, strömten in dieser Saison mit 21 236 255 Zuschauern zum dritten Mal in Folge mehr Fans in die Arenen als im Vorjahr. Der Zuschauer-Durchschnitt liegt bei 17 265 pro Begegnung (Stadien-Auslastung: 91,7 Prozent). 14 der 16 Play-off-Teams vermeldeten zu Wochenbeginn ausverkaufte Hallen.

Nationalspieler Marco Sturm darf mit den vor Saisonbeginn als Mitfavorit gehandelten Boston Bruins bestenfalls auf ein Wunder hoffen. Gegen den im Osten topgesetzten Rekordmeister Montreal Canadiens setzte es in allen acht Saisonspielen Pleiten, das Torverhältnis von 16:39 spricht ebenfalls gegen das Team aus New England. Mit 27 Treffern ist Sturm bester Torschütze seines Klubs.

© SID

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