Eishockey NHL
Hecht verliert unter freiem Himmel, Kölzig siegt

Vor der Rekordkulisse von 71 217 Fans hat Jochen Hecht mit den Buffalo Sabres in der NHL das Freiluft-Match gegen Pittsburgh 1:2 nach Penaltyschießen verloren. Mehr Erfolg hatten Olaf Kölzig und die Washington Capitals.

71 217 Zuschauer wollten am Neujahrstag das "Winter Classic" in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL zwischen den Buffalo Sabres und den Pittsburgh Penguins miterleben und zahlten im Schnitt 75 Dollar für ein Ticket. Es war eine neue Rekordkulisse, nachdem 2003 57 167 Fans das Match zwischen den Edmonton Oilers und den Montreal Canadiens verfolgt hatten. Weniger erfreulich verlief das erst zweite NHL-Spiel unter freiem Himmel für Gastgeber Buffalo um den deutschen Stürmer Jochen Hecht, der sich 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben mussten.

Bei Schneefall im Ralph Wilson Stadium, normalerweise Heimstätte des Football-Teams Buffalo Bills, brachte Colby Armstrong die Gäste aus Pittsburgh auf Vorlage von Jungstar Sidney Crosby bereits nach 21 Sekunden in Führung. Brian Campbell gelang in der Anfangsphase des zweiten Drittels das 1:1, das auch in der Verlängerung bestand haben sollte. Im Penaltyschießen war es schließlich Crosby, der den Penguins den zweiten Sieg über Buffalo binnen vier Tagen sicherte. Das 20 Jahre alte Jahrhunderttalent schlenzte den Puck aufreizend lässig durch die Beine von Goalie Ryan Miller und gab euphorisiert zu Protokoll: "Diesen Abend wird niemand vergessen. Eines Tages werden wir zurückblicken und sagen: Wir waren dabei."

Aufgrund des riesigen Interesses, das das Spektakel in den USA hervorrief, denkt die Liga schon über ein jährliches Freiluftspiel am Neujahrstag nach: "Es war ein denkwürdiger Abend. Nach den ersten Reaktionen kann es nur eine Antwort geben: diese Sache muss wiederholt werden", sagte NHL-Commissioner Gary Bettman. Auch Hecht, der bei den Sabres 20:55 Minuten auf dem Eis, war begeistert: "Der einzige Wermutstropfen war, dass es so vehement schneite. Deshalb konnte man oft nicht viel mit dem Puck anfangen."

"Caps" werden zu Ottawas Angstgegner

Unterdessen haben die Washington Capitals auch das dritte Saisonspiel gegen die Ottawa Senators für sich entschieden. Bemerkenswert, hatten die "Caps" zuvor von 39 Begegnungen in der laufenden Spielzeit nur 15 gewinnen können, die Senators bei 25 Siegen nur elf Niederlagen gegen andere Teams einstecken müssen. Beim aktuellen 6:3-Sieg der Capitals wehrte Washingtons deutscher Goalie Olaf Kölzig 31 Schüsse ab. Bei den Senators, die schnell 2:0 in Führung gingen, dann aber bis zum Ende des ersten Drittels vier Gegentreffer kassierten, steuerte Verteidiger Christoph Schubert immerhin einen Assist bei. "Manchmal gibt es eben Teams, mit denen man besser zurecht kommt", meinte Washingtons Mike Green, mit zwei Toren und einem Assist bester Scorer auf dem Eis.

Die Spiele des Tages in der Übersicht:

Buffalo Sabres - Pittsburgh Penguins 1:2 n. P., Washington Capitals - Ottawa Senators 6:3, Toronto Maple Leafs - Tampa Bay Lightning 4:3 n. P., Los Angeles Kings - Chicago Blackhawks 9:2

© SID

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