Eishockey NHL
Neuauflage: Red Wings gegen Penguins

In der Neuauflage des Vorjahresfinales spielen Titelverteidiger Detroit Red Wings und die Pittsburgh Penguins um den Stanley-Cup. Die Finalserie beginnt in der Nacht zu Sonntag.

Als Darren Helm nach 3:58 Minuten in der Verlängerung Titelverteidiger Detroit Red Wings zum Sieg geschossen hatte, war das Traumfinale erneut perfekt. Der Meister der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL spielt wieder gegen Vize Pittsburgh Penguins um den Stanley Cup, das erfolgreichste Team der letzten 15 Jahre gegen die Jungstars Sidney Crosby und Jewgeni Malkin.

"Das gibt eine Menge Spaß", prophezeite Detroits Trainer Mike Babcock nach dem entscheidenden 2:1 gegen die Chicago Blackhawks mit Blick auf die Neuauflage des Vorjahresfinales, die in der Nacht zu Sonntag (2.00 Uhr Mesz) beginnt, "und eine Menge Wirbel." Wie schon im Vorjahr soll das Duell zwischen den erfahrenen, traditionsreichen Red Wings und den neuen Superstars der Liga die Fans elektrisieren.

Erstmals seit 25 Jahren eine Finalrevanche

Nicht nur in Kanada, wo nach dem Aus der eigenen Klubs "Sid the Kid" Crosby die große Nummer ist, sondern auch in den USA, wo im letzten Jahr immerhin bis zu sechs Mill. Fernsehzuschauer gezählt wurden - für die NHL die beste Quote seit 2002 und endlich eine Trendwende nach zuvor beständig sinkenden Zahlen. Dass erstmals seit 25 Jahren wieder eine Finalrevanche steigt, passt den Liga-Bossen natürlich bestens ins Konzept. Wie 1984 Wayne Gretzky mit den Edmonton Oilers gegen die New York Islanders will Crosby, das neue Gesicht der Liga, im zweiten Anlauf die begehrteste Trophäe der Eishockey-Welt gewinnen. "The Great One" war 1983 als 22-Jähriger in vier Spielen an den Islanders gescheitert, um ein Jahr später mit 4:1 gegen denselben Gegner zu triumphieren und den ersten von vier Titeln in fünf Jahren zu gewinnen.

Crosby, schon als Jugendlicher als neuer Gretzky gefeiert, sieht die Vergleiche als "Kompliment", weiß aber auch: "Ich habe noch eine Menge zu beweisen." Anders als im Vorjahr, als sich Detroit mit 4:2 Siegen durchsetzte, ist das geniale Duo Crosby und Malkin offenbar zur richtigen Zeit in Hochform. Jeweils 28 Scorerpunkte haben die beiden in bislang 17 Play-off-Spielen gesammelt - Zahlen, die Gretzkys Bestwerten aus den 80er Jahren nahekommen.

Aus der Niederlage vor zwölf Monaten haben Crosby die im Halbfinale in nur vier Spielen die Carolina Hurricanes mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg ausschalteten, gelernt. "Letztes Jahr wussten wir nicht, was uns erwartet", sagte Verteidiger Brooks Orpik: "Jetzt fühlen wir uns viel besser. Wir sind viel besser vorbereitet."

Vorteil "Pens": Red Wings mit Ausfällen

Den "Pens" könnte zugutekommen, dass Detroit einige wichtige Ausfälle verkraften muss. Im entscheidenden fünften Spiel gegen Chicago fehlten Kapitän Nicklas Lidström und Stürmerstar Pawel Dazjuk. Ob und wann sie im Finale eingreifen können, ist fraglich. Gegen die Blackhawks sprang der 22-jährige Helm in die Bresche. Mit seinem dritten Play-off-Tor schoss der Angreifer, der noch vor sieben Wochen für Grand Rapids in der unterklassigen AHL spielte, die Red Wings ins Finale - zum sechsten Mal seit 1995. "Er ist von Spiel zu Spiel besser geworden", lobte Trainer Babcock: "Er ist der Typ Spieler, mit dem sich die Leute hier identifizieren. Er ist ein Arbeiter."

© SID

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