Eishockey NHL
NHL-Boss Bettmann: Rezession lässt Liga kalt

Die Finanzkrise hatte laut Commissioner Gary Bettmann bislang nur geringe Auswirkungen auf die NHL: "Wir scheinen dem schwierigen ökonomischen Umfeld ziemlich gut zu trotzen."

Die nordamerikanische Profiliga NHL ist bislang von der weltweiten Rezession weitgehend verschont geblieben. Commissioner Gary Bettmann zog dank gestiegener Zuschauerzahlen und Werbemöglichkeiten eine positive wirtschaftliche Bilanz."Wir scheinen dem schwierigen ökonomischen Umfeld ziemlich gut zu trotzen.", sagte Bettmann der Nachrichtenagentur Reuters.

Nach Rekordzuschauerzahlen und-umsätzen im Vorjahr blieb der Zuschauerzuspruch laut Bettmann in der abgelaufenen Saison auf einem hohen Level. Auch für die kommende Spielzeit liegt die Verlängerung durch die Dauerkarten-Besitzer derzeit bei 83 Prozent. Bettmann geht davon aus, dass die Ticketverkäufe "mindest so gut laufen werden wie im Vorjahr".

Dass auch das Interesse der Werbekunden ungebrochen ist, zeige laut Bettmann unter anderem der Andrang von Sponsoren und Publikum beim Winter Classic am Neujahrstag. Die 41 000 Karten für die Partie im Baseball-Stadion Wrigley Field in Chicago zwischen den Detroit Red Wings und den Chicago Blackhawks waren in weniger als einer Stunde vergriffen.

Mehr Probleme in anderen Sportligen

Die anderen US-Sportligen haben die angespannte wirtschaftliche Lage härter zu spüren bekommen. In der Football-Liga NFL sowie bei der Basketballern der NBA wurden Stellen gestrichen, die Major League Baseball (MLB) musste den Etat einfrieren. Die Spielzeit 2009 der Hallen-Football-Liga wurde sogar komplett abgesagt. Während in der NBA die Gehaltsobergrenze für die kommende Saison um eine Million Dollar gesenkt wurde, hob die NHL die "Salary Cap" um 100 000 Dollar leicht an.

Dass die Wirtschaftskrise an der NHL jedoch nicht vollkommen spurlos vorbeigegangen ist, beweist das Schicksal der Phoenix Coyotes. Die Klubeigentümer hatten im Mai angesichts von Millionen-Verlusten Konkurs angemeldet, so dass die Coyotes am 5. August an Interessenten aus dem Bundesstaat Arizona versteigert werden. Bei den Besitzern der Dallas Stars, denen auch das MLB-Team Texas Rangers gehört, klafft ein Finanzloch in Höhe von 525 Mill. Dollar.

© SID

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