Eishockey NHL
Red Wings holen den Stanley Cup nach Detroit

Die Detroit Red Wings haben zum elften Mal den Stanley Cup gewonnen. Im sechsten Finale der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL reichte ein 3:2 bei den Pittsburgh Penguins.

Siegtorschütze Henrik Zetterberg rang nach Worten, sein Kapitän Nicklas Lidström schrieb Geschichte: Die Detroit Red Wings haben erstmals seit 2002 wieder den Stanley Cup gewonnen und in der eishockeyverrückten Autostadt grenzenlosen Jubel ausgelöst.

Durch ein hochverdientes 3:2 bei den Pittsburgh Penguins setzte sich Detroit in der Finalserie der NHL mit 4:2 durch. Die Red Wings untermauerten mit dem vierten Titel in den vergangenen elf Jahren ihre Vormachtstellung als erfolgreichstes US-Team der Liga. Nur die Montreal Canadiens (24) und Toronto Maple Leafs (13) sammelten mehr Titel als Detroit (11).

"Ein unglaubliches Gefühl"

"Mir fehlen die Worte. Das ist einfach ein unglaubliches Gefühl", sagte Olympiasieger Zetterberg, der das vorentscheidende 3:1 erzielte und schließlich als wertvollster Spieler (MVP) der Play-offs geehrt wurde. Allein in der Meisterrunde erzielte der Flügelstürmer 13 Tore.

Sein Landsmann Lidström führte das Team als erster europäischer Kapitän der NHL-Geschichte zum Titel und nahm den seit 1927 vergebenen Stanley Cup unter dem Jubel seiner Teamkollegen von Liga-Boss Gary Bettman in Empfang. "Es war großartig, den Pokal als erster berühren zu dürfen. Das ist etwas, auf das ich sehr stolz bin", meinte der Verteidiger und genehmigte sich einen ordentlichen Schluck Champagner aus dem Cup.

Trainer Mike Babcock, dessen Team sein auf Puckbesitz ausgerichtetes Spiel beinahe perfekt aufzog, fand nur lobende Worte für Lidström. "Er ist ein phänomenaler Anführer und Kapitän mit seinem Selbstvertrauen und seinem Können." Er selbst werde wohl noch ein paar Tage brauchen, um den Erfolg zu begreifen.

Enttäuschung bei den Pinguinen

Während Detroits Kufencracks sich gegenseitig mit dem teuren Perlwein duschten, herrschte im Lager der Penguins Trauerstimmung. "Ich bin fast sprachlos. Wir waren so nah dran. Man kann den Schmerz von jedem hier fühlen", sagte Trainer Michel Therrien. Superstar Sidney Crosby brachte es auf den Punkt: "Wir wollten dort draußen alles geben, doch wir haben verloren. Das ist sicher keine spaßige Zeit."

Die Red Wings zeigten sich vor den 17 132 Zuschauern in der ausverkauften Mellon Arena unbeeindruckt von der zwei Tage zuvor erlittenen Heimniederlage gegen die Penguins, als ihnen noch 35 Sekunden zum Titel gefehlt hatten. Brian Rafalski nach Vorarbeit von Zetterberg (6.) und Valtteri Filppula (29.) markierten die 2: 0-Führung der Gäste.

Auch vom Anschlusstreffer durch Jewgeni Malkin (36.) ließ sich das beste Team der Hauptrunde nicht mehr aus der Ruhe bringen. 13 Minuten vor dem Ende stellte Zetterberg den alten Abstand wieder her, das 2:3 durch Marian Hossa (59.) kam zu spät.

© SID

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