Eishockey NHL
Schubert fühlt sich vergessen

Ein Deutscher steht im Finale um den Stanley Cup, und niemand weiß es. So fühlt sich derzeit Christoph Schubert von den Ottawa Senators. Der Eishockey-Nationalspieler beklagt das Desinteresse in der deutschen Heimat.

Christoph Schubert lehnt sich weit aus dem Fenster. Der Nationalspieler hat vor den Finalspielen um den Stanley Cup die Mentalität der deutschen Sportfans und ihr Desinteresse an der nordamerikanischen Profiliga NHL kritisiert. "Viele wissen ja gar nicht, dass wir hier spielen, an deutschen Sportlern in Amerika kennt man nur Dirk Nowitzki", sagte Schubert der "Frankfurter Rundschau".

Der 25 Jahre alte Verteidiger, der nach Uwe Krupp (1996) als zweiter deutscher Eishockey-Crack den Stanley Cup gewinnen kann, findet es "nur peinlich", dass in der Heimat davon kaum jemand Notiz nimmt.

"Hier kann ein Deutscher das Höchste erreichen, das es im Eishockey gibt, und zu Hause schauen sie Deutschland sucht den Superstar", erklärte der Münchner. Nach zuvor drei Jahren im Farmteam in der US-Provinz-Stadt Binghamton hat sich der Münchner in seiner zweiten Saison mit 80 Einsätzen und 25 Punkten bei den Ottawa Senators endgültig durchgesetzt und genießt die Atmosphäre im Mutterland des Eishockeysports. Im Finale treffen die Senators auf den Sieger des anderen Halbfinal-Serie, in der die Anaheim Ducks gegen die Detroit Red Wings mit 3:2 in Front liegen und noch einen Sieg brauchen.

"Die ganze Stadt ist auf den Beinen", beschreibt Schubert den Hype in der kanadischen Hauptstadt unmittelbar vor dem Beginn der Finalserie. "Es ist ein Gefühl, wie im letzten Sommer während der Fußball-WM. Man geht in den Biergarten und alle reden über Eishockey."

Die Senators hatten im Endspiel der Eastern Conference die Buffalo Sabres mit dem Ex-Mannheimer Jochen Hecht mit 4:2 Siegen ausgeschaltet. Vor Schubert stand letztmals 1998 in Torhüter Olaf Kölzig ein Deutscher im Stanley-Cup-Finale.

© SID

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