
Die Schweiz hat sich beim olympischen Eishockey-Turnier in Vancouver mit ihrem ersten Sieg Platz drei in der Vorrundengruppe A und damit eine gute Ausgangsposition für das Play-off-Spiel um den Viertelfinaleinzug gesichert. Das Team des deutschen Trainers Ralph Krueger setzte sich gegen Norwegen 5:4 (1:1, 2:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung durch. Romano Lemm erzielte das entscheidende Tor nach 2:28 Minuten in der Overtime.
Slowakei schlägt Lettland
Mindestens Rang drei in der Gruppe B hat die Slowakei sicher. Nach dem ungefährdeten 6:0 (3:0, 2:0, 1:0) gegen Lettland könnte der Weltmeister von 2002 am Ende sogar Platz zwei belegen, wenn der aktuelle WM-Champion Russland am Sonntag gegen Tschechien verliert.
Spielverderber für die Schweizer war lange DEL-Profi Tore Vikingstad. Der Stürmer der Hannover Scorpions glich zunächst die Führung der Eidgenossen durch Julien Sprunger (2.) in der 13. Minute aus. Dann sorgte er für das 3:3 (39.), nachdem Raffaele Sannitz das Krueger-Team erneut in Front geschossen hatte (36.). Dazwischen hatte Mads Hansen für die Norweger das 2:1 erzielt (26.), das jedoch Roman Wick fast postwendend egalisierte (30.). Auch nach dem Schweizer 4:3 durch ein Überzahltor des Verteidigers Severin Blindenbacher (50.) sorgte Vikingstad für den Ausgleich (53.).
Die Schweizer hatten sich zuvor gegen die Topfavoriten Kanada und USA hervorragend aus der Affäre gezogen. Nach dem 1:3 gegen die junge US-Mannschaft verlor der WM-Neunte von 2009 gegen Gastgeber Kanada erst im Penaltyschießen, als Superstar Sidney Crosby zum 3:2 der Ahornblätter traf. Norwegen hatte dagegen zwei deutliche Niederlagen kassiert: 0:8 gegen Kanada und 1:6 gegen die USA.
Für die Slowaken, die überraschend das russische Starensemble 2:1 nach Penaltyschießen besiegt hatten, trafen Lubomir Visnovsky (3.), Richard Zednik (10.), der Ex-Kölner Jozef Stumpel (18.), Marian Hossa (22.), Michal Handzus (23.) und Ivan Baranka (58.). Die Letten um den Krefelder Herberts Vasiljevs hatten bereits die ersten beiden Partien gegen Russland (2:8) und gegen Tschechien (2: 5) deutlich verloren.
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