Eishockey-Sensation zum Olympia-Auftakt verpasst: DEB-Kufencracks überzeugen trotz Niederlage

Eishockey-Sensation zum Olympia-Auftakt verpasst
DEB-Kufencracks überzeugen trotz Niederlage

Die dezimierte deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im Auftaktspiel des olympischen Turniers gegen Tschechien trotz einer 1:4-Niederlage die Hoffnung auf den Viertelfinal-Einzug in Turin genährt. Das junge Team von Bundestrainer Uwe Krupp konnte lange Zeit mit dem Weltmeister mithalten, bis dann die Kräfte schwanden.

HB TURIN. Bundestrainer Uwe Krupp behielt nur teilweise Recht. Als "krasser Außenseiter" sah er die deutsche Nationalmannschaft in ihrem Auftaktspiel des olympischen Eishockeyturniers. Am Willen, dies hatte Kapitän Stefan Ustorf am Morgen vor dem Spiel angekündigt, werde es "uns bestimmt nicht mangeln."

Doch reichte Beharrlichkeit allein gegen einen nur mit Profis aus der nordamerikanischen Profiliga NHL angetretenen Gegner nicht aus. Mit 4:1 siegten die Tschechen. Dabei hatte es gut begonnen für die DEB-Auswahl. Erfreulich erfolgreich setzte das Team die Vorgabe ihres Kapitäns um, "so hart zu arbeiten wie Tschechien, wenn nicht sogar härter". Gestützt auf NHL-Profi Olaf Kölzig - für Ustorf "einer der besten Torhüter der Welt" - hielten die Deutschen das Spiel lange torlos. Mehr noch: In der Schlussminute des ersten Drittels fälschte Tino Boos einen Schlagschuss von Verteidiger Alexander Sulzer geschickt zum 1:0 ab. In diesem Moment war eine weitere Ankündigung Ustorfs wahr geworden, der gesagt hatte: "Den Sieg müssen die Tschechen sich verdienen."

Doch die Freude währte nur kurz. Mit Entschlossenheit kamen die Tschechen aus der Drittelpause - und binnen dreieinhalb Minuten durch Verteidiger Tomas Kaberle auch zu Ausgleichs- und Führungstreffer (22./24.). Beide Tore fielen in deutscher Unterzahl. Dieser Zwischenspurt genügte den mehrheitlich erst tags zuvor in der Olympiastadt eingetroffenen Tschechen. Entsprechend müde und wenig aufeinander eingespielt wirkten sie. Trotzdem musste Kölzig immer wieder einen höheren Rückstand verhindern, etwa gegen Elias (27.), Prospal (35.) oder - bei einem Penaltyschuss - Hejduk (50.). Eigene Chancen erarbeitete sich das deutsche Team nur noch selten, die besten vergaben Marcel Goc in der 22. Minute freistehend vor Vokoun, und Eduard Lewandowski (52.). Auch 49 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis führten nicht mehr zum Ausgleich.

Stattdessen prallte der Puck zwei Minuten vor Spielende von Sascha Gocs Körper zur Entscheidung ins eigene Tor. Olympiasieger Kanada, der den Sieg von Salt Lake City 2002 wiederholen will, ist heute der zweite Vorrundengegner. Am kommenden Samstag gegen Gastgeber Italien und am Sonntag gegen den Erzrivalen Schweiz geht es für das DEB-Mannschaft dann darum, die Punkte für das Erreichen des Viertelfinals einzufahren.

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