Eishockey Verband
Nachwuchskonzept des DEB in trockenen Tüchern

Dem von Ernst Höfner erarbeiteten Nachwuchskonzept des Deutschen Eishockey-Bundes hatte die DEL bereits im November zugestimmt. Jetzt zieht auch die 2. Bundesliga nach.

Das Nachwuchskonzept des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist in trockenen Tüchern und kann somit umgesetzt werden: Nachdem die Deutsche Eishockey Liga (DEL) das von Nachwuchs-Bundestrainer Ernst Höfner erarbeitete Projekt bereits angenommen hatte, zieht die 2. Bundesliga jetzt nach. Das Konzept sieht vor, dass jeder Erst- und Zweitligist künftig mit einem Stammverein kooperieren muss, der zur intensiven Nachwuchsarbeit verpflichtet ist.

"Es hat lange gedauert, aber es ist ein gigantischer Schritt für uns", sagte DEB-Generalsekretär Franz Reindl. Höfner hatte das Konzept vor fast einem Jahr den Sportausschüssen der DEL und der zweiten Liga vorgestellt. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2010 in Köln und Mannheim erklärte Reindl: "Die WM eint uns im Bestreben, das deutsche Eishockey mittelfristig an die Weltspitze heranzuführen."

Tripcke begrüßt Zustimmung der Zweitligisten

Auch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke begrüßte die Zustimmung der Zweitligisten. "Es ist wichtig, dass alle Anstrengungen unternommen werden", sagte Tripcke. Die DEL hatte bereits im vergangenen November das Konzept angenommen. Tripcke forderte nun Unterstützung der Politik: "Es ist öffentliche Hilfe erforderlich. Es kann nicht sein, dass mit Milliardenaufwand Fußballstadien gebaut werden, aber das Geld fehlt, um marode Eishallen zu sanieren."

Das Nachwuchskonzept sieht vor, dass die Stammvereine der 30 Erst- und Zweitligisten mindestens fünf Jugendmannschaften, davon eine bestimmte Anzahl in den jeweils höchsten Ligen, mindestens fünf lizenzierte, später auch vollzeitbeschäftigte Trainer haben müssen und jede Mannschaft mindestens dreimal pro Woche 60 Minuten trainieren muss.

Der DEB überprüft als Gutachter, ob sich alle Klubs an diese Verpflichtungen halten. "Wir werden vor Ort kontrollieren und die DEL und die zweite Liga informieren", erklärte Reindl: "Sollten Vereine die Bestimmungen nicht einhalten, müssen die Ligenleiter tätig werden. Das kann dann bis zum Lizenzentzug gehen."

© SID

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