Eishockey Verband
NHL und Iihf vor neuem Transfervertrag

Am Rande der Eishockey-WM haben die NHL und der Eishockey-Weltverband (Iihf) einen neuen Vertrag über die Ausbildungsentschädigung für europäische Spieler entworfen. Die Zustimmung Russlands ist aber fraglich.

Der Internationale Eishockey-Verband (Iihf) und die nordamerikanische Profiliga NHL haben die Ausbildungsentschädigungen für europäische Spieler neu geregelt. Bis zum kommenden Dienstag sollen die nationalen Verbände der Einigung zustimmen. "Es ist eine ausgewogene Regelung, wir werden sie akzeptieren", sagte Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), am Sonntag dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Nach dem vorliegenden Vertragsentwurf, der bis 2011 gültig sein soll, zahlt die NHL eine jährliche Pauschalsumme von 12,5 Mill. Dollar, mit der maximal 60 Transfers nach Nordamerika abgegolten werden sollen. Sollten mehr Europäer zu NHL-Klubs wechseln, würde eine Bonuszahlung fällig.

"Die Klubs erhalten für jeden Spieler etwas mehr als 200 000 Dollar", erläuterte Reindl, "damit verschlechtern wir uns nicht." Bislang hatten die Vereine 200 000 Dollar für jeden europäischen Spieler erhalten, der erstmals von einem NHL-Klub unter Vertrag genommen wird.

Kommen die verpflichteten Spieler nicht auf mindestens 30 NHL-Einsätze, wird zudem wie bislang eine Strafe fällig. Die Höhe ist abhängig davon, in welcher Runde der Spieler im NHL-Draft gezogen wurde. Je später sich ein Klub die Rechte sicherte, desto teurer wird es. "Damit soll verhindert werden, dass die NHL auch Spieler holt, die wenig Chancen haben, eingesetzt zu werden", sagte Reindl.

Vorgezogen wurde in der neuen Vereinbarung die Transferfrist. Die NHL-Klubs müssen die Spieler bis zum 15. Juni unter Vertrag nehmen, danach müssen sie eine Strafe zahlen. Bislang lief die Transferzeit bis Ende Juni.

Offen ist vor allem noch die Zustimmung der Russen, die die alte Vereinbarung nicht unterschrieben hatten. Der russische Verbandspräsident Wladislaw Tretjak fehlte bei dem Treffen am Samstag in Moskau. "Sie geben uns bis Dienstag ihre Antwort", sagte Iihf-Chef Rene Fasel. Sollten die Russen nicht zustimmen, verringert sich die Pauschalsumme auf 9,5 Mill. Dollar für maximal 50 Spieler.

© SID

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