Eishockey-WM 2008
„Ich erwarte ein Feuer aus allen Rohren“

Bei der Eishockey-WM in Kanada will Bundestrainer Uwe Krupp seine Mannschaft ins Viertelfinale führen – notfalls mit brachialem Spiel.

BERLIN. Von Halifax aus begann Ende des 18. Jahrhunderts die Besiedlung Kanadas . Die Stadt im äußersten Osten, in der Provinz Nova Scotia, gilt deshalb als besonders weltoffen. Und vor allem gastfreundlich gegenüber Europäern. Eigentlich. Denn momentan, das muss selbst Uwe Krupp, der Bundestrainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, zugeben, „spielen wir hier nur die zweite Geige.“

Zeitgleich mit dem Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft finden in der National Hockey League, der NHL, die Play-offs statt. Und solange de Montreal Canadiens dabei noch mitmischen, gibt es, so Krupp „nichts, aber auch gar nichts, was diesen Spielen den Rang ablaufen könnte.“ Nicht einmal der Umstand, dass zum ersten Mal in der fast 80-jährigen Geschichte der Eishockey-WM das Turnier in Kanada ausgetragen wird, in jenem Land, wo der Sport geboren wurde, verschiebt die Priorität der Kanadier.

Für Uwe Krupp, der selbst lange in der NHL gespielt hat und als einziger Deutscher den Stanley Cup gewinnen konnte, ändert das freilich nichts daran, dass die WM in Kanada für jeden Eishockey-Spieler etwas besonderes ist. „In Quebec und Nova Scotia ist Eishockey Gott. Im Laufe des Turniers werden meine Spieler noch merken, was es heißt, hier zu spielen.“ Seine Jungs sollen so schon mal kennen lernen, vor einem euphorisiertem Publikum aufzulaufen. In zwei Jahren findet die WM in Deutschland statt, der Druck wächst somit jetzt schon mit jedem Tag.

2006 gelang den Deutschen die Rückkehr ins Eishockey-Oberhaus, vergangenes Jahr schlugen sie sensationell Tschechien und verpassten nur knapp die Zwischenrunde. In Kanada soll nun endlich der Einzug ins Viertelfinale gelingen. „Auf dem Papier sind wir deutlich besser als noch im vergangenen Jahr“, sagt Krupp. „Es wäre deshalb nur schwer zu vermitteln, wenn wir sagen würden: Es geht nur gegen den Abstieg.“ Für Krupp sind die Auftaktpartien gegen Finnland und die Slowakei dennoch nur Härtetests. „Da gibt es an sich nichts zu verlieren.“ Aber gegen Norwegen „erwarte ich ein Feuer aus allen Rohren“.

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