Eishockey WM
Dänemark trifft zum WM-Auftakt auf Kanada

Zum Auftakt der 70. Eishockey-A-WM kommt es im lettischen Riga heute ab 19.15 Uhr zur Begegnung zwischen Dänemark und Kanada. Bei den Kanadiern wird allerdings nur die zweite Garde auf dem Eis zu sehen sein.

In der lettischen Hauptstadt Riga wird ab heute die 70. Eishockey-A-Weltmeisterschaft ausgetragen. Bei Olympiasieger Schweden sind die meisten Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele nicht dabei. Und auch die kanadischen Profis verzichten auf die Chance zur Revanche für die missglückte Turin-Teilnahme.

"Kein einziger Olympionike hat bisher sein Interesse geäußert, an der WM teilzunehmen", sagte Kanadas Manager Ken Holland vor dem Auftaktspiel der "Ahornblätter" (19.15 Uhr) gegen Dänemark. Nach dem blamablen Viertelfinal-Aus in Turin sollen in Lettland vor allem die Jungen das Image des Eishockey-Mutterlandes wieder aufpolieren.

"Für mich ist es eine Ehre"

Sidney Crosby, den Delegationsleiter Wayne Gretzky vor Olympia noch ignoriert hatte, ist der prominenteste Profi im Team des Rekordweltmeisters. "Für mich ist es eine Ehre, mein Land zu vertreten", sagte der 18-Jährige von den Pittsburgh Penguins, der als jüngster Spieler in der NHL-Geschichte die 100-Punkte-Marke erreichte.

"Wenn ich schon nicht in den Play-offs bin, kann ich so wenigstens die Saison ein bisschen verlängern", meinte der Jungstar, der in seiner Debütsaison gleich 39 Tore und 63 Assists verbuchte und als neuer Wayne Gretzky gefeiert wird. Crosby gilt zudem als große kanadische Hoffnung für die Winterspiele 2010 in Vancouver, wenn vor eigenem Publikum die Schmach von Turin getilgt werden soll.

Owetschkin soll Russen den Titel bringen

Im eishockeyverrückten Lettland darf sich Crosby wie schon in der abgelaufenen NHL-Hauptrunde wieder mit dem zweiten Jungstar Alexander Owetschkin messen. Der 20-Jährige, der als erst vierter NHL-Neuling in seiner Debütsaison 50 Tore erzielte, soll Kanadas Olympia-Bezwinger Russland zum ersten WM-Titel seit 1993 führen.

Das erste Double in der Eishockey-Geschichte strebt indes Olympiasieger Schweden an. 68 Tage nach dem 3:2-Finaltriumph gegen Finnland wollen die "Tre Kronor" auch bei der WM Gold gewinnen. Seit 1972 werden Olympische Spiele und Weltmeisterschaften im gleichen Jahr ausgetragen, aber noch nie hat eine Mannschaft beide Titel geholt.

Verzichten müssen die Schweden dabei auf fast alle ihre Turin-Helden: Torhüter Henrik Lundqvist sagte seine Teilnahme ebenso ab wie Stürmerstar Peter Forsberg, der erneut operiert werden muss. Kapitän Mats Sundin macht lieber Urlaub, als nach der langen NHL-Saison noch zur WM zu fliegen. Auch Tschechien geht die Operation Titelverteidigung ohne Superstar Jaromir Jagr an. Der 34-Jährige hatte nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Turin den Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

DEL stellt ein Dutzend Legionäre

Nur Zuschauer in Riga sind die deutschen Nationalspieler, die am vergangenen Sonntag allerdings mit dem Sieg bei der B-WM in Amiens ihre Rückkehr in die Weltelite zur WM 2007 in Russland perfekt machten. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) ist aber dennoch in Lettland vertreten; rund ein Dutzend Deutschland-Legionäre werden in den WM-Aufgeboten stehen.

Berlins Meistertorhüter Tomas Pöpperle etwa gehört zum Kader von Weltmeister Tschechien, Aufsteiger Norwegen setzt unter anderem auf die beiden Düsseldorfer Vizemeister Tore Vikingstad und Tommy Jakobsen, der Kölner Ivan Ciernik geht für die Slowakei auf Torejagd, der Augsburger Arvids Rekis und der Krefelder Herberts Vasiljevs stehen für Gastgeber Lettland auf dem Eis.

© SID

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