Eishockey WM
DEB-Herren bleiben auf Kurs

Die deutschen Eishockey-Herren haben weiterhin gute Chancen auf die Rückkehr in die Weltspitze. Bei der B-WM in Amiens holte die Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp durch ein 8:0 gegen Großbritannien den dritten Sieg.

Drittes Spiel, dritter Sieg: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der B-WM in Amiens weiter auf dem Weg zum Turniersieg. Gegen Großbritannien feierte die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp beim 8:0 (4:0, 1:0, 3:0) erneut ein Schützenfest und verteidigte die Tabellenführung souverän. In den ersten beiden Partien hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) 11:2 gegen Israel und 4:0 gegen Japan gewonnen.

Entscheidung am Wochenende

In die entscheidende Phase geht das Unternehmen Wiederaufstieg in Amiens aber erst am Wochenende. Am Samstag (20.00 Uhr) ist zunächst Ungarn der vierte Gegner des Krupp-Teams, ehe es am Sonntag (20.00 Uhr/beide live im DSF) gegen Gastgeber Frankreich wahrscheinlich zum Endspiel um die Rückkehr in die Weltelite kommt.

Krupp lobt drei Youngster

"Es ist vorher viel über die schlechte Torausbeute geschrieben worden, aber wir haben immer auf die Leistung geschaut. Alle haben hart gearbeitet und viele Chancen herausgespielt. Jetzt treffen sie auch, und das Selbstvertrauen steigt", bilanzierte Krupp und lobte vor allem seine "Kinder-Reihe" mit den drei 18-Jährigen Philip Gogulla, Felix Schütz und Christoph Gawlik, die insgesamt vier Tore zum Kantersieg beisteuerten. "Wenn diese Drei zusammenspielen, passieren immer gute Sachen", erklärte der Bundestrainer: "Sie haben bisher auf jedem Level erfolgreich gespielt und schon gegen die größten Talente der Welt bestanden."

Gegen die Briten, zuletzt 1994 erstklassig, erzielten Verteidiger Sascha Goc (3. und 12.), der Kölner Gogulla (10.), der Düsseldorfer Daniel Kreutzer (19.), der Berliner Gawlik (39.), der Mannheimer Christoph Ullmann (41.) und zweimal Schütz, der in der kanadischen Juniorenliga Qmjhl spielt (47./53.), vor 1 500 Zuschauern im Coliseum die Tore zum neunten Sieg im 15. Vergleich. 1938 hatte eine deutsche Mannschaft zuletzt gegen die Puckjäger aus dem Fußball-Mutterland verloren (0:1).

Für Krupp war es der vierte Erfolg hintereinander - eine derartige Serie hatte die DEB-Auswahl zuletzt unter Hans Zach bei der B-WM 2000 in Polen hingelegt, als sie zum letzten Mal aufgestiegen war. Der Krefelder Robert Müller verbuchte im deutschen Tor sein zweites Shutout hintereinander.

Krupps Vorgaben werden erfüllt

"Die Briten spielen emotional, körperbetont und aggressiv, ähnlich wie eine nordamerikanische Mannschaft", hatte Krupp vor dem Duell mit der Nummer 31 der Weltrangliste gewarnt und gefordert: "Wir müssen das Tempo forcieren und mit vier Reihen immer Vollgas geben." An diese Marschroute hielt sich die junge DEB-Auswahl und sorgte bereits im ersten Drittel für klare Verhältnisse.

Schon nach 124 Sekunden erzielte Goc sein drittes Turniertor und legte damit schon früh den Grundstein achten Sieg in Folge gegen den Weltmeister und Olympiasieger von 1936. Dann schlug die "Kinder-Reihe" mit den drei 18-Jährigen Gogulla, Schütz und Gawlik zu. Nach einem Schuss von Schütz rutschte Torhüter Stephen Murphy der Puck durch die Schoner; Gogulla schob die Scheibe zu seinem ersten Länderspieltor über die Linie.

Torhungrige Abwehrspieler

Für den ersten Überzahltreffer des Spiels zeichnete erneut Goc verantwortlich. Das vierte WM-Tor des Hannoveraners war bereits der siebte Treffer eines deutschen Verteidigers. "Die Stürmer arbeiten hart vor dem Tor, dadurch haben wir mehr Zeit zum Schießen", erklärte der 27-Jährige die gute Quote der Abwehrspieler. Ebenfalls einen Spieler mehr auf dem Eis hatte die DEB-Auswahl, als Kreutzer mit dem 4:0 endgültig alle Zweifel am deutschen Sieg beseitigte.

Während das Krupp-Team seine Powerplay-Chancen nutzte, schlugen die Briten sogar aus zwei 5:3-Situationen kein Kapital. Müller hatte in seinem 109. Länderspiel wenig Mühe, die meist unplatzierten Schüsse abzuwehren. Sein Gegenüber Murphy musste dagegen nach der ersten Pause draußen bleiben, Trainer Rick Strachan wechselte Italien-Legionär Steven Lyle ein.

An den Kräfteverhältnissen änderte sich nichts. Weiter bestimmte der Absteiger aus der A-Gruppe das Geschehen auf dem Eis, nutzte allerdings nicht mehr so konsequent seine Torchancen. Dennoch gab es sogar Szenenapplaus vom Bundestrainer auf der Bank. Besonders beim schönsten Tor des Tages, das die Jüngsten erzielten: Nach Zuspiel von Schütz traf Gawlik zu seinem dritten Turniertor.

© SID

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