Eishockey WM
DEB-Team feiert vierten Sieg im vierten WM-Spiel

Bei der B-WM haben die deutschen Kufencracks den Aufstieg weiter fest im Visier. Auch im vierten Spiel in Amiens konnte sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp durchsetzen: Deutschland gewann 6:2 gegen Ungarn.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der B-WM weiter alle Chancen auf den Aufstieg gewahrt. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp gewann mit 6:2 (0:1, 2:1, 4:0) gegen Ungarn auch sein viertes Spiel in Amiens und kann am Sonntag (20.00 Uhr/live im DSF) schon mit einem Unentschieden gegen Gastgeber Frankreich die sofortige Rückkehr in die Weltelite perfekt machen.

Vor 2000 Zuschauern im Coliseum hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen die Nummer 22 der Weltrangliste aber deutlich mehr Probleme als in den drei Partien zuvor. Durch Tore von Csaba Janosi (9.) und Tamas Groschl (36.) geriet das Krupp-Team zweimal in Rückstand. Der Hamburger Alexander Barta (31.) und der Kölner Tino Boos (39.) glichen jeweils aus, ehe der Berliner Sven Felski (46.), der Ingolstädter Yannic Seidenberg (50. und 55.) und der Regensburger Zweitliga-Profi Martin Ancicka (55.) den 13. Sieg im 18. Duell mit den Ungarn sicherstellten. Gegen die Magyaren, gegen die es in der Vorbereitung zwei Siege gegeben hatte (3:2, 1:0), hatte eine deutsche Mannschaft zuletzt vor 65 Jahren verloren (2:3).

DEB-Auswahl tat sich schwer

"Jeder ist froh, dass jetzt endlich die Spiele kommen, in denen es um alles geht. Darauf haben wir uns drei Wochen lang vorbereitet", hatte Krupp vor dem Spiel erklärt. Nach drei mühelosen Siegen mit 23 Toren bekam sein Team dann auch zum ersten Mal ernsthafte Probleme. Mit der defensiven Spielweise der Ungarn kam die DEB-Auswahl zunächst überhaupt nicht zurecht und fand keinen Weg zum Tor des Gegners.

Außerdem patzte sie selbst in der Abwehr: Nach einem Fehler von Verteidiger Frank Hördler überwand Janosi Torhüter Robert Müller. Für den Krefelder war es nach 128 Minuten das erste Gegentor des Turniers. Der erste Rückstand während der B-WM schockte das deutsche Team sichtlich. Selbst bei zwei Überzahlsituationen im ersten Drittel sprangen kaum Torchancen heraus. Die beste vergab Christoph Gawlik, als er den Puck knapp über die Latte schoss (12.).

Dagegen blieben die Ungarn bei Kontern gefährlich. Bei Torhüter Müller durfte sich das Krupp-Team bedanken, dass es nicht durch Imre Peterdi 0:2 in Rückstand geriet (15.). "Für die Ungarn ist es das Endspiel, für sie geht es um den Aufstieg. Das macht sie nicht nur unangenehm, sondern gefährlich", hatte der Bundestrainer gewarnt.

Bezeichnenderweise fiel der Ausgleich in Unterzahl: Als Philip Gogulla auf der Strafbank saß, nutzte Barta bei einem Konter die Freiräume und überwand den starken Goalie Levene Szuper, der zuvor mehrere gute Chancen der Deutschen zunichte gemacht hatte. Doch auch nach dem 1:1 flatterten weiter die Nerven: Einen harmlosen Schuss von Groschl von der blauen Linie ließ Müller durch die Beine rutschen.

Im Schlussdrittel deutlich konzentrierter

Diesmal brauchte die deutsche Mannschaft nur drei Minuten zum Ausgleich. Im fünften Versuch gelang das erste Powerplay-Tor: Boos fälschte einen Schlagschuss von Sascha Goc zum 2:2 ab. Im Schlussdrittel ging das Krupp-Team deutlich konzentrierter zu Werke. Folgerichtig brachte Felski den Favoriten mit seinem ersten Turniertor erstmals in Führung. Seidenberg legte nur vier Minuten später mit dem zweiten Überzahltor des Spiels nach und erzielte ein weiteres Tor. Ancicka machte dann das halbe Dutzend voll.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%