Eishockey WM
DEB-Team unterliegt USA trotz hartem Kampf knapp

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist trotz harter Gegenwehr mit einer 4:6 (2:3, 1:1, 1:2)-Niederlage gegen die USA in die Zwischenrunde bei der WM in Kanada gestartet.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste sich bei der WM in Kanada im ersten Spiel der Zwischenrunde den USA geschlagen geben. Nach hartem Kampf und einer tollen Aufholjagd unterlag das Team von Bundestrainer Uwe Krupp knapp mit 4:6 (2:3, 1:1, 1:2).

0:3-Rückstand bereits nach drei Minuten

Bereits nach drei Minuten hatte der deutsche Goalie Dimitri Pätzold dreimal den Puck aus dem Netz holen müssen. Zach Parise von NHL-Klub New Jersey Devils hatte den Torreigen bereits nach 26 Sekunden eröffnet, ehe Patrick O'Sullivan (Los Angeles Kings) mit seinem Tor nach 2:10 Minuten und James Wisniewski (Chicago Blackhawks), der nach 2:52 Minuten traf, die Führung ausbauen konnten.

Im Anschluss zeigten die deutschen Kufencracks aber Charakter. Zunächst sorgte Michael Hackert von DEL-Klub Adler Mannheim in der 15. Minute für den ersten deutschen Treffer, Christopher Schmidt (Iserlohn Roosters) zeichnete noch vor der Drittelpause für das 2:3 verantwortlich. Auch nach dem 4:2 der USA in der 27. Minute durch Jason Pominville (Buffalo Sabres) kam das deutsche Team noch einmal zurück ins Spiel. Florian Busch von Meister Eisbären Berlin und Michael Bakos (ERC Ingolstadt) trafen zum vielumjubelten Ausgleich für Deutschland. Doch Parise mit seinem zweiten Treffer des Tages und Dustin Brown (LA Kings) ließen am Ende den Favoriten jubeln.

Parise trifft in Überzahl zum vorentscheidenden 5:4

Dabei war es ausgerechnet NHL-Legionär Christoph Schubert, der den Amerikanern mit einer dummen Strafzeit den Sieg schenkte. Als der Verteidiger der Ottawa Senators in der Kühlbox saß, erzielte Parise das entscheidende fünfte Tor für die USA (52.).

Schubert hatte schon den 3:2-Siegtreffer der Norweger am Mittwoch auf der Strafbank erlebt und zuvor beim 1:5 gegen Finnland mit einem katastrophalen Fehler das entscheidende 1:3 eingeleitet - damit war er an allen drei WM-Niederlagen maßgeblich beteiligt. Dennoch war er sich keiner Schuld bewusst. "Die russischen Schiedsrichter müssen sich mal überlegen, was sie pfeifen", sagte der 26-Jährige, dessen Stockcheck völlig zu Recht geahndet worden war, und behauptete: "In der NHL wird das nicht gepfiffen."

Krupp verdrehte nur die Augen, als er diese Einschätzung hörte, und entgegnete: "Das sind zwei Minuten, das wird in jeder Liga der Welt gepfiffen."

Nach dem erneuten Rückstand setzte Krupp zwei Minuten vor Schluss alles auf eine Karte und nahm Torhüter Pätzold unter dem Jubel der 7 352 vorwiegend kanadischen Fans vom Eis. Doch Brown traf ins leere Tor und besiegelte die deutsche Niederlage.

DEB-Team muss gegen Kanada und Lettland siegen

Damit bleibt das deutsche Team in der Zwischenrundengruppe F weiter ohne Punkt und kann das Viertelfinale nur noch erreichen, wenn es die beiden weiteren Spiele am Samstag (21.30 Uhr Mesz/live im DSF) gegen Rekordweltmeister Kanada und in der Nacht zum Dienstag (1.15 Uhr/live im DSF) gegen Lettland gewinnt.

© SID

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