Eishockey WM
DEB-Team verabschiedet sich mit Sieg

Mit einem Sieg gegen Weißrussland hat die deutsche Nationalmannschaft die Eishockey-WM in Russland abgeschlossen. Das packende Torfestival in Mytischtschi gewann die Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp am Ende mit 6:5.

Mit Toren satt und einem wichtigen Erfolgserlebnis hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft das WM-Turnier in Russland beendet. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp gewann zum Abschluss 6:5 (3:2, 1:2, 2:1) gegen Weißrussland, verkürzte in der Weltrangliste den Rückstand auf den neunten Platz und machte damit einen weiteren Schritt Richtung Olympia 2010. "Was diese junge Mannschaft hier geleistet hat, ist großartig. Der neunte Platz hier als Aufsteiger ist sensationell", sagte ein ein überaus zufriedener Franz Reindl, Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).

Erster Pflichtspielsieg über Weißrussland

Der Frankfurter Michael Hackert (6.), der Hamburger Alexander Barta (13.), der Düsseldorfer Robert Dietrich (18.), der Berliner Sven Felski (26.) und der Iserlohner Michael Wolf (46. und 54.) sicherten der jungen Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) das erfolgreiche Ende eines starken WM-Turniers und Platz neun im Gesamtklassement. Dimitri Meleschko (2.), Alexander Kulakow (19.), Dimitri Dudik (27.), Konstantin Kolzow (34.) und Viktor Kostjutschenok (53.) konnten den ersten deutschen Sieg in einem Pflichtspiel gegen die ehemalige Sowjetrepublik nicht verhindern.

Mit dem dritten Erfolg im sechsten Turnierspiel behielt die DEB-Auswahl als neuer Weltranglisten-Elfter den neunten Platz, der zur Direktqualifikation für die Olympischen Spielen in Vancouver berechtigt, im Blick. Den begehrten Rang belegt derzeit Weißrussland, bei der WM 2008 in Kanada kann Deutschland aber noch das Olympia-Ticket lösen.

Überraschend hatte Krupp erneut US-Profi Dimitri Pätzold den Vorzug im Tor gegeben. Der Goalie des AHL-Klubs Worcester Sharks hatte beim 5:3 gegen Norwegen und beim 0:3 gegen die USA zwar solide, aber nicht überragend gespielt. Dimitrij Kotschnew, der bei der 2:0-Sensation gegen Tschechien hervorragend gehalten hatte, musste auf der Bank Platz nehmen.

Nach 67 Sekunden eiskalt erwischt

Schon nach 67 Sekunden musste Pätzold den Puck aus dem Netz holen. Meleschko war völlig frei zum Schuss gekommen und hatte die Unaufmerksamkeit der deutschen Abwehr eiskalt ausgenutzt. Damit war Krupps Plan schon über den Haufen geworfen. "Wir wollen einen schnellen Start, mit Tempo beginnen und Druck machen", hatte der Bundestrainer vor dem Spiel erklärt.

Sein Team ließ sich durch den Rückstand aber nicht beirren. Nach dem Ausgleich durch das dritte Turniertor von Hackert auf Zuspiel von Philip Gogulla bewies die DEB-Auswahl erneut ihre Stärken im Powerplay. Sowohl das 2:1 durch Barta, bei dem der Ex-Berliner Andrej Mesin im weißrussischen Tor tatkräftig mithalf, als auch das 3:1 durch Dietrich fielen in Überzahl. Es waren bereits die Powerplay-Treffer Nummer fünf und sechs bei der WM.

Anders als in den Spielen zuvor hielt sich das junge Team aber nicht so konsequent an das taktische Konzept und ließ den Weißrussen sogar im eigenen Drittel sehr viel Platz. Diese Freiheit nutzte Kulakow zum Anschlusstreffer. Doch Powerplay-Tor Nummer sieben, das Felski bei 5:3-Überzahl erzielte, brachte die deutsche Mannschaft erneut mit zwei Treffern in Führung.

Weißrussen kommen immer wieder heran

Diesen Vorsprung gab das Krupp-Team aber leichtfertig aus der Hand. Hackert vertändelte in Überzahl den Puck, Dudik lief alleine auf Pätzold zu und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Danach durfte sich die DEB-Auswahl noch einmal mit 5:3 versuchen, doch John Tripp handelte sich eine Strafe ein, und die Möglichkeit zum vorentscheidenden fünften Treffer war dahin. Kolzow nutzte eine weitere Unaufmerksamkeit in der deutschen Abwehr zum Ausgleich.

Das achte Überzahltor brachte den Aufsteiger erneut in Führung: Wolf traf nach Zuspiel von Hackert zum vierten Mal in Mytischtschi. Doch auch das reichte noch nicht: Kostjutschenok glich bei 5:3-Powerplay der Weißrussen aus. Wolf legte eine Minute später noch mal nach.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%