Eishockey WM
"Dopingfall Busch": Wada will Sperre

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat den Internationalen Eishockey-Verband aufgefordert, Florian Busch bei der WM zu sperren. Zudem soll eine Doping-Untersuchung eingeleitet werden.

Für die Welt-Anti-Doping-Agentur ist der "Dopingfall Busch" noch nicht vom Tisch. Die Wada hat den Internationalen Eishockey-Verband (Iihf) aufgefordert, den deutschen Nationalspieler Florian Busch bei der WM in Kanada zu sperren und eine Untersuchung wegen eines möglichen Dopingvergehens einzuleiten. Das gab die Wada-Zentrale in Montreal am Dienstag bekannt.

Seit dem milden Urteil des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen den Berliner, der eine Dopingkontrolle zunächst verweigert hatte, habe die Wada vergeblich Auskunft über die DEB-Statuten verlangt, um über ihr Widerspruchsrecht zu befinden. Der DEB habe aber vor Ende der WM keine Fragen beantworten wollen.

"Wegen dieses Mangels an Zusammenarbeit hat die Wada nun formell die Iihf aufgefordert, Schritte gegen den Spieler auf der Basis der Iihf-Regeln zu ergreifen und ihn vorsorglich von jedem Wettbewerb zu suspendieren", erklärte Wada-Sprecher Frederic Donze. DEB-Generalsekretär Franz Reindl wies in Halifax die Vorwürfe zurück: "Das ist natürlich falsch." Man habe der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) alle Informationen zur Verfügung gestellt. "Ich weiß nicht, wer sich da auf den Schlips getreten fühlt, dass so ein Riesenzinnober gemacht wird."

Die Iihf hatte vor WM-Beginn grünes Licht für Busch gegeben. Zudem hatte sie am Samstag verbreitet, die Wada werde keine Rechtsmittel gegen das DEB-Urteil einlegen. Das bezeichnete die Wada als Falschmeldung.

© SID

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