Eishockey WM
Dytrt bei Meissners Sieg angeschlagen

Die US-Amerikanerin Kimmie Meissner hat sich erstmals den WM-Titel im Eiskunstlauf gesichert. Bei der Konkurrenz in Calgary wurde Anette Dytrt 24. und damit Letzte.

Mit dem Überraschungssieg von Kimmie Meissner endete die Damen-Konkurrenz bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Calgary. In Abwesenheit von Olympiasiegerin Shizuka Arakawa aus Japan und der russischen Titelverteidigerin Irina Slutskaja siegte die US-Amerikanerin vor Fumie Suguri aus Japan und ihrer Teamkollegin Sasha Cohen. Die viermalige deutsche Meisterin Annette Dytrt aus München belegte im Kür-Finale den 24. und letzten Platz.

Keine Leistung, keine Trainerin, keine Zukunft - nach ihrem sportlichen "Seitensprung" mit dem Berliner Paarläufer Norman Jeschke ist die Geduld der Deutschen Eislauf-Union (DEU) mit Dytrt am Ende. "Zum Paarlauf braucht man viel Mut. Diesen Mut habe ich bei ihr schon im Einzellauf vermisst. Annette hat sich unprofessionell verhalten", erboste sich Udo Dönsdorf, Sportdirektor der DEU, über die viermalige deutsche Meisterin, die folgerichtig mit dem 24. und letzten Platz im WM-Finale von Calgary prompt die Quittung erhielt.

Auch Ilona Schindler, die sich erst im Januar hatte überreden lassen, die Münchnerin auf ihrem Weg zu den Welttitelkämpfen in Kanada zu betreuen, fühlte sich von der Blondine hinters Licht gefühlt: "Ich gehe davon aus, dass unsere Zusammenarbeit beendet ist." Das Verhalten der 22-Jährigen stieß der DEU besonders übel auf, weil in den vergangenen Jahren sehr viel Geld in die gebürtige Tschechin investiert wurde.

Dytrt fühlt sich nicht schuldig

Dytrt war sich allerdings keiner Schuld bewusst. "Vielleicht bilde ich mit Norman ein neues Traumpaar", piepste die EM-Zehnte, die eine Woche lang in Berlin mit dem 27 Jahre alten Bundeswehr-Feldwebel geübt hatte. Jeschke ist ein routinierter Paarläufer, der zusammen mit seiner Partnerin Mariana Kautz bei Olympia 2002 in Salt Lake City 14. wurde. Seine anschließende sportliche Partnerschaft mit Mikkeline Kierkgaard zerbrach an der Verletzungsanfälligkeit der Dänin.

Da kann es nur ein schwacher Trost sein, dass selbst die Eislauf-Supermacht Russland vor einem Umbruch steht, erstmals seit 23 Jahren blieben die Russen ohne WM-Titel. Sollte auch der in Calgary pausierende Olympiasieger Jewgeni Pluschenko seine Wettkampfkarriere beenden, hätte die einstige Eis-Großmacht keinen aktuellen Siegläufer mehr.

© SID

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