Eishockey WM
Kanada folgt Schweden ins WM-Halbfinale

Kanada und Schweden stehen als erste Teams im Halbfinale der Eishockey-WM in Lettland. Die Skandinavier setzten sich souverän mit 6:0 gegen die USA durch, während Kanada beim 4:1 gegen die Slowakei mehr Mühe hatte.

Rekord-Weltmeister Kanada musste lange zittern, während Olympiasieger Schweden souverän ins Halbfinale der Eishockey-WM eingezogen ist. Der siebenmalige Weltmeister aus Skandinavien fertigte die USA im Viertelfinale mit 6:0 (2:0, 2:0, 2:0) ab und trifft nun in der Vorschlussrunde auf die Kanadier, die Ex-Weltmeister Slowakei mit 4:1 (0:1, 1:0, 3:0) bezwangen.

Schweden ist auf dem bestem Weg, als erste Mannschaft im gleichen Jahr nach Olympia-Gold auch den WM-Titel zu holen. "Wir stehen in dieser Hinsicht nicht unter Druck. Aber wir können Eishockey-Geschichte schreiben. Es sind ja nur noch zwei Spiele", sagte Bengt-Ake Gustafsson, der Trainer des Drei-Kronen-Teams.

In der Hauptstadt Riga durfte sich Mika Hannula vor 2 800 Zuschauern als dreifacher Torschütze feiern lassen. Der Stürmer erzielte in der dritten und 16. Minute die ersten beiden Treffer und war im Schlussdrittel (49.) noch für das 5:0 verantwortlich. Die übrigen Tore steuerten NHL-Profi Mikael Samuelsson (26.) vom zehnmaligen Stanley-Cupsieger Detroit Red Wings sowie Kenny Jonsson (36.) und Andreas Karlsson (59.) bei. In der fairen Begegnung verhängte der Schweizer Schiedsrichter Reiber zehn Strafminuten gegen Schweden und 14 gegen die USA.

Entscheidung im Schlussdrittel

Die Kanadier mussten lange um den Halbfinaleinzug zittern. Die Entscheidung zugunsten des Vorjahresfinalisten fiel erst in der Schlussphase, als Patrice Bergeron (53.), Sydney Crosby (55.) und Jeff Carter (55.) nach groben Fehlern des slowakischen Torwarts Karol Krizan trafen. Zuvor hatte Michael Camalleri (35.) für Kanada den Ausgleich zum 1:1 erzielt. Die Slowaken waren durch ein Tor von Dusan Milo (18.), der in der kommenden Saison für den zweimaligen deutschen Meister Krefeld Pinguinie spielt, in Führung gegangen.

Die restlichen beiden Viertelfinalspiele finden erst am Donnerstag statt. Dabei trifft Titelverteidiger Tschechien auf Russland (15.15 Uhr), das wie Kanada schon 23 Mal den WM-Thron bestiegen hat. Danach spielen Finnland und Weißrussland um den letzten Halbfinalplatz.

Die Finnen, die 1995 in Schweden ihren bislang einzigen WM-Titel gewonnen hatten, müssen auf Stammtorhüter Antero Niittymäki verzichten. Der Keeper der Philadelphia Flyers, der in Turin mit phantastischen Paraden dem Suomi-Team zu Olympia-Silber verholfen hatte, fällt wegen einer im Zwischenrundenspiel gegen Kanada erlittenen Verletzung am Oberschenkelknochen aus. Als Ersatz steht Frederik Norrena im Tor.

© SID

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