Eishockey WM
Kanada siegt auch gegen den Erzrivalen

Eishockey-Rekordweltmeister Kanada ist nach einem 5:4 gegen den Rivalen USA als Gruppensieger in die Zwischenrunde eingezogen. Dany Heatley traf dabei doppelt.

Eishockey-Rekordweltmeister Kanada hat seine WM-Siegesserie auch gegen den Rivalen USA fortgesetzt. Der 24-malige Titelträger bezwang zum Abschluss der Vorrunde bei seiner Heim-WM den Nachbarn mit 5:4 (2:0, 1:2, 2:2) und verbuchte den zwölften Erfolg nacheinander. Die Gastgeber zogen damit als Gruppensieger in die Zwischenrunde ein.

Vor 9 119 Zuschauern im Halifax Metro Centre erzielten Brent Burns (9.), der Deutschkanadier Dany Heatley mit seinem fünften und sechsten Turniertreffer (20./60.), Jungstar Jonathan Toews (21.) und Derek Roy (44.) die Tore für die Ahornblätter, die bei ihrem Titelgewinn im Vorjahr in Russland alle neun Spiele gewonnen hatten. `Manchmal hat man Phasen, in denen der Puck nicht reingeht, manchmal geht fast alles rein', sagte Heatley, Stürmerstar der Ottawa Senators.

Happy-End für die Gastgeber in der Schlussminute

Zuvor hatten die Kanadier einen 3: 0-Vorsprung zu Beginn des zweiten Drittels verspielt. Das junge US-Team, das 15 der letzten 16 Vergleiche verloren hat, ließ sich durch die Tore von Brent Burns (9.), Heatley (20. ) und Jungstar Jonathan Toews (21.) nicht entmutigen. Eine furiose Aufholjagd mit Treffern von Zach Parise (21.), Patrick O'Sullivan (24.), Dustin Brown (46.) und Jason Pominville (47.) wurde bei einem Gegentor durch Derek Roy (44.) mit dem 4:4-Ausgleich belohnt.

Doch zum ersten WM-Sieg gegen den großen Nachbarn seit 2001 reichte es vor 9 119 Zuschauern im Metro Centre nicht, weil Heatley in der Schlussminute den Gastgebern ein Happy End im Eishockey-Krimi bescherte. Der 27-Jährige, der in Freiburg geboren wurde, ist mit 26 Treffern bester kanadischer WM-Torjäger aller Zeiten und mit 42 Punkten der erfolgreichste WM-Scorer seines Landes.

Nach den problemlosen Auftaktsiegen gegen Slowenien (5:1) und Lettland (7:0) wurden die Kanadier, die in den Retro-Trikots ihres legendären Canada-Cup-Triumphes von 1976 aufliefen, erstmals richtig gefordert. "Wir haben bis zum Ende hart kämpfen müssen", sagte Stürmer Ryan Getzlaf: "Auf solche Siege sind wir immer besonders stolz. So sind wir groß geworden." Der Rekordweltmeister schloss damit die Vorrundengruppe B als Tabellenerster ab und geht mit dem Maximum von sechs Punkten in die Zwischenrunde.

Begleitet werden Kanada und die USA von Lettland. Die Balten schicktten mit einem 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)-Sieg Aufsteiger Slowenien in die Abstiegsrunde. Um den Klassenerhalt muss auch Italien bangen und nach dem 2:7 (2:2, 0:4, 0:1) gegen Tschechien ebenfalls in die Relegation.

Schweden verbucht höchsten Turnier-Sieg

Zuvor waren die Erzrivalen Schweden und Finnland auf ganz unterschiedliche Weise in die Zwischenrunde eingezogen. Während die Tre Kronor mit 9:0 (0:0, 4:0, 5:0) gegen Aufsteiger Frankreich den bislang höchsten Sieg des Turniers verbuchten, schrammten die Finnen nur knapp an einer Blamage vorbei. Der Vizeweltmeister quälte zu einem 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0) gegen den krassen Außenseiter Norwegen durch das Tor von Tuomo Ruutu nach 1:27 Minuten der Verlängerung.

Zuvor hatte schon die Schweiz mit einem 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) gegen Weißrussland die zweite Runde erreicht. Am Wochenende hatten bereits Gastgeber Kanada, die USA, Russland und Tschechien vorzeitig das Ticket für die Zwischenrunde gelöst. Die Russen gewannen am Dienstag beim 4:1 (1:0, 2:0, 1:1) über Dänemark auch ihr drittes und letztes Vorrundenspiel und machten den Sieg in der Gruppe D perfekt. In Quebec trafen Maxim Afinogenow (11.), erstmals Superstar Alexander Owetschkin (28.), Sergej Fjodorow (30.) und Konstantin Gorowikow (43.) für den 23-maligen Weltmeister. Die Dänen kamen durch Kim Staal zwei Minuten vor dem Ende zum Ehrentreffer.

Norwegen letzter Vorrunden-Gegner des deutschen Teams

Finnland, Weltmeister 1995 und Olympiazweiter 2006, ging zweimal durch Jussi Jokinen (2.) und Ville Peltonen in Führung (17. ). Doch Morten Ask (5.) und Anders Bastiansen (20.) glichen jeweils für Norwegen aus, das in der Nacht zu Donnerstag (1.15 Uhr Mesz/live im DSF) der letzte Vorrundengegner der deutschen Nationalmannschaft ist. Für den achtmaligen Weltmeister Schweden fiel das 1:0 durch Tony Martensson erst in der 29. Minute, danach brachen dann alle Dämme.

Dank der Überzahl-Tore von Julien Sprunger (14. und 35. Minute) gewannen die Eidgenossen gegen Weißrussland. Für die Weißrussen traf Konstantin Kolzow zum zwischenzeitlichen 1:1 (28.).

© SID

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