Eishockey WM
Olympiasieger Schweden gelingt das "Double"

Schweden ist im Eishockey derzeit das Maß aller Dinge und hat als erste Mannschaft in der Geschichte den Olympiasieg mit dem WM-Titel gekrönt. Im Finale feierten die Skandinavier ein 4:0 über Titelverteidiger Tschechien.

Die schwedische Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Lettland Geschichte geschrieben. Drei Monate nach dem Triumph von Turin gewann der Olympiasieger durch einen 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)-Sieg im Finale von Riga gegen Tschechien auch den WM-Titel. Dieser Doppelerfolg innerhalb eines Jahres war selbst den legendären Eissputniks der Sowjetunion in ihren Glanzzeiten in den 70er und 80er Jahren nicht gelungen.

Achtes WM-Gold für die "Tre Kronors"

Jesper Mattsson (15.), Fredrik Emwall (16.), NHL-Profi Niklas Krönwall von den Detroit Red Wings (25.) und Rekordnationalspieler Jörgen Jönsson (38.) sicherten mit ihren Toren das achte WM-Gold für die "Tre Kronors", die zuletzt 1998 in der Schweiz bei einer Weltmeisterschaft triumphiert hatten. Acht Olympiasieger von Turin, die im Endspiel am 26. Februar den Erzrivalen Finnland 3:2 geschlagen hatten, standen in Lettland im Weltmeisterteam. Im Halbfinale hatte die Mannschaft von Trainer Bengt-Ake Gustafsson Rekordchampion Kanada mit 5:4 ausgeschaltet.

Vorjahressieger Tschechien verpasste seinen zwölften WM-Titel. Das Team von Coach Alois Hadamczik hatte durch einen 3:1-Sieg am Samstag gegen Finnland eine Neuauflage des Olympia-Finales verhindert. 2005 hatten die Tschechen durch ein 3:0 gegen Kanada den vierten WM-Titel in sieben Jahren gewonnen.

Ein Doppelschlag innerhalb von 38 Sekunden brachte schon im ersten Drittel des Endspiels der 70. WM, das von Richard Schütz aus Moers geleitet wurde, eine Vorentscheidung. Zunächst wurde Mattssons Schuss so unglücklich abgelenkt, dass der Puck sich über Tschechen-Torwart Milan Hnilicka ins Netz senkte. Dann fälschte Emwall einen Schuss von Mattsson ab.

Nach dem 3:0 durch Krönwall war die einseitige Partie eigentlich schon gelaufen. Routinier Jörgen Jönsson, der seine elfte WM bestritt, räumte mit dem vierten Tor noch vor der zweiten Drittelpause die letzten Zweifel am schwedischen Sieg aus.

Finnland holt die Bronzemedaille

Mit Bronze tröstete sich der Olympia-Zweite Finnland. Der Weltmeister von 1995 setzte sich im "kleinen Finale" von Riga mit 5:0 (1:0, 2:0, 2:0) gegen Kanada durch. Während die Finnen ihre achte WM-Medaille feierten, mussten die Profis aus dem Eishockey-Mutterland erstmals seit 2002 wieder ohne Edelmetall abreisen.

Tomi Kallio (5.), Olli Jokinen (26.), Riku Hahl (37.), Antti Miettinen (43.) und Jussi Jokinen (54.) erzielten die Tore für den Silbermedaillengewinner von Turin, der mit elf Olympioniken antrat. Im Halbfinale hatte Hahl "Suomi" in Führung gebracht (9.) und von einer Neuauflage des Olympia-Finales gegen Schweden träumen lassen. Doch Tomas Plekanec (29.) in Unterzahl, David Vyborny (57.) und Jaroslav Hlinka (60.) ins leere Tor drehten zugunsten Tschechiens das Spiel.

Den Kanadiern um Jungstar Sidney Crosby reichten die Tore von Kyle Calder (9.), Mike Comrie (17.), Crosby (40.), der zum achten Mal traf, und Patrice Bergeron (44.) nicht zum vierten Finaleinzug in Folge. Niklas Krönwall (2.), Jörgen Jönsson (5.), Tony Martensson (12.), Mikael Samuelsson (22.) und Jonas Nordquist (23.) schossen die "Tre Kronors" ins Endspiel.

© SID

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