Eishockey WM
Tre Kronor wollen über Kanada ins WM-Finale

Olympiasieger Schweden träumt bereits vor dem heutigen Halbfinale bei der Eishockey-WM in Lettland gegen Kanada vom Turniersieg. Im zweiten Semifinale treffen heute zudem Finnland und Tschechien aufeinander.

Bereits vor dem heutigen Halbfinale bei der Eishockey-WM in Lettland am Samstag (19.15 Uhr Mesz/live im DSF) gegen Rekordweltmeister Kanada hat das schwedische Nationalteam nur einen Traum: Mit dem goldenen Double wollen Schwedens Olympia-Helden Eishockey-Geschichte schreiben. "Zwei Siege trennen uns noch davon, Historisches zu erreichen", sagte Trainer Bengt-Ake Gustafsson. "Wir haben die einmalige Chance, zweimal Gold zu gewinnen."

Was selbst den sowjetischen Eissputniks in ihren Glanzeiten in den 70er und 80er Jahren nicht gelang, haben die "Tre Kronor" vor Augen: Nach dem Olympia-Triumph von Turin wollen sie als erste Mannschaft der Eishockey-Geschichte im selben Jahr auch noch Weltmeister werden. Seit beide Wettbewerbe seit 1972 parallel ausgetragen werden, hat noch niemand das Double geschafft.

Acht Olympia-Helden hoffen auf historisches WM-Gold

Das Trikot mit den drei Kronen tragen in Riga allerdings nur noch acht Olympia-Helden von Turin, die größten Stars wie Mats Sundin, Peter Forsberg oder Nicklas Lidström, Siegtorschütze beim 3:2-Finaltriumph gegen Finnland, verzichteten nach einer langen NHL-Saison auf den Abstecher nach Lettland.

Im Endspiel am Sonntag (19.15 Uhr Mesz/live im DSF) könnte es sogar zu einer Neuauflage des Turiner Finales kommen. Denn das "Team Suomi", zwar ohne seinen Olympia-Star Saku Koivu, aber mit immerhin elf Silbermedaillengewinnern in Riga angetreten, trifft im anderen Halbfinale am Samstag (15.15 Uhr Mesz/live im DSF) auf Titelverteidiger Tschechien.

"Ich bin hierher gekommen, weil ich in einem ganz großen Spiel dabei sein will", sagte Finnlands Stürmer Olli Jokinen, der nach einer Fußverletzung erst zur Zwischenrunde nach Riga gereist war. Beim 3:0 im Viertelfinale gegen das Überraschungsteam Weißrussland verbuchte der 27-Jährige von den Florida Panthers mit einem Tor und einer Vorlage seine ersten Scorerpunkte des Turniers.

Finnen hoffen auf Olmypia-Revanche im WM-Finale

Das große Spiel, das Jokinen im Sinn hat, ist das WM-Finale. Es könnte den Finnen schnell Gelegenheit zur Olympia-Revanche geben. Denn die Niederlage von Turin schmerzt auch noch drei Monate danach. "Nur aus diesem Grund bin ich hergekommen", sagte Jokinen, dem erst vor knapp zwei Wochen der Gips am rechten Fuß abgenommen worden war.

Schlechte Olympia-Erinnerungen ausradieren wollen auch die Profis aus dem Eishockey-Mutterland. Von dem kanadischen Starensemble, das in Turin im Viertelfinale an Russland scheiterte (0:2), ist allerdings kein einziger Spieler in Lettland. Jungstar Sidney Crosby, mit sieben Toren und sieben Assists die Nummer eins der WM-Scorerliste, und NHL-Profis aus der zweiten und dritten Reihe sollen zumindest teilweise wiedergutmachen, was die ganz Großen ihrer Branche mit dem schlechtesten Olympia-Abschneiden aller Zeiten angerichtet hatten.

© SID

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