Eishockey WM
Viertelfinal-Traum der Schweiz droht zu platzen

Nach einem 1:4 in der WM-Zwischenrunde gegen Schweden muss die Schweiz um das Viertelfinale bangen. Kanada verhalf Weißrussland und Tschechien zum Platz unter den letzten Acht.

Gastgeber Schweiz droht bei der Eishockey-WM das Aus schon in der Zwischenrunde. Das Team des deutschen Trainers Ralph Krueger verlor am Sonntag 1:4 (0:1, 0:1, 1:2) gegen Olympiasieger Schweden und verspielte damit seine erste Chance auf die Viertelfinalteilnahme. Die Runde der letzten Acht können die Eidgenossen nur noch erreichen, wenn sie am Montag (20.15 Uhr) in der Gruppe E die USA in der regulären Spielzeit schlagen.

"Wir sind enttäuscht, aber noch nicht draußen", sagte Krueger, der das Halbfinale als Ziel ausgegeben hatte. Erste "Krueger raus"-Rufe unter den 11 327 Zuschauern in der Berner Allmend-Halle waren nicht zu überhören. Der ehemalige deutsche Nationalspieler, der seit zwölf Jahren im Amt ist, forderte: "Wir müssen jetzt alle zusammenstehen, die ganze Schweiz, und eine Welle der Emotion produzieren, damit wir noch weiterkommen."

Tschechen sicher gegen Weißrussland

Ihr Viertelfinal-Ticket lösten in der Gruppe F Tschechien und Weißrussland schon vor dem 3:0 (0:0, 2:0, 1:0) am Abend. Beide profitierten vom 5:1 (3:1, 2:0, 0:0)-Sieg von Vizeweltmeister Kanada gegen Norwegen. Die "Wikinger", vor einem Jahr überraschend in der K.o.-Runde, sind damit aus dem Rennen. Titelverteidiger Russland setzte seine Siegesserie fort und feierte mit 6:1 (1:0, 3: 1, 2:0) gegen Lettland seinen 16. WM-Erfolg nacheinander.

Den Weg zurück in die Zweitklassigkeit muss Aufsteiger Ungarn antreten. Die Mannschaft des Münchner Zweitliga-Trainers Pat Cortina verlor 1:5 (1:0, 0:2, 0:3) gegen Dänemark auch ihr zweites Relegationsspiel. Wer die Ungarn begleitet, entscheidet sich am Montag (12.15 Uhr) zwischen Österreich und den Dänen. Nur der Sieger bleibt erstklassig, weil die deutsche Nationalmannschaft trotz des sportlichen Abstiegs als Gastgeber der WM 2010 gesetzt ist.

Schweiz gegen Schweden chancenlos

Die Schweizer waren gegen die Schweden, die sie 2008 in Kanada noch 4:2 besiegt hatten, ohne Chance. Johnny Oduya (6.), Johan Harju (25.), Jungstar Linus Omark (47.) und Johan Andersson (56.) trafen für das Team des früheren Schweizer Co-Trainers Bengt-Ake Gustafsson. Romano Lemm gelang nur noch eine Ergebniskorrektur (57.).

Kanada feierte durch Treffer von Matt Lombardi (5.), Dan Hamhuis (18.), Steven Stamkos (19.), Jason Spezza (21.) und Drew Doughty (33.) den fünften Sieg im fünften Spiel. Die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland haben damit 21 ihrer letzten 22 WM-Spiele gewonnen, nur im Finale 2008 auf eigenem Eis unterlagen sie dem Erzrivalen Russland (4:5 n.V.). Anton Kurjanow (12./24.), Alexej Tereschtschenko (22.), Oleg Twerdowskij (24./47.) und Alexander Frolow (44.) trafen für die erneut begeisternden Russen, den tschechischen Sieg schossen Petr Cajanek (31./56.) und Patrik Elias (40.) heraus.

Ungarn führte zunächst durch Krisztian Palkovics (16.), doch die Treffer von Kim Staal (29.), Mads Christensen (39.), Morten Green (49.), Morten Madsen (53.) und Nichlas Hardt (56.) drehten die Partie zugunsten der Dänen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%