Eiskunstlauf DM
Sawtschenko Szolkowy wollen Olympia-Medaille

Nach ihrer Titelverteidigung bei der Eiskunstlauf-DM in Berlin hoffen Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy auf eine Medaille bei Olympia in Turin. "Im Moment sind wir wirklich gut", erklärte Szolkowy.

Aljona Sawtschenko hat derzeit allen Grund zur Freude: Bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin feierte die Eiskunstläuferin mit Robin Szolkowy sowohl ihre Titelverteidigung im Paarlauf als auch die Sicherung des Olympia-Tickets. Auch der neue Pass der gebürtigen Ukrainerin wurde genehmigt. "Ich habe solange gewartet und plötzlich ging alles so schnell", sagte die künftige Deutsche. Sie war dabei hin- und hergerissen zwischen grenzenloser Erleichterung und freudiger Erwartung.

Eine dürre Pressemitteilung aus dem sächsischen Innenministerium elektrisierte die alten und neuen deutschen Paarlaufmeister und vor allem auch die Deutsche Eislauf-Union (DEU). Die Entscheidung von Innenminister Albrecht Buttolo, der vorzeitigen Einbürgerung der 21-Jährigen zuzustimmen, hat der DEU gerade noch rechtzeitig vor den Spielen von Turin zwei potenzielle Medaillenkandidaten beschert.

"Im Moment sind wir wirklich gut"

Im Gegensatz zur verständlichen Emotionalität seiner Partnerin blieb Szolkowy so kühl wie das Eis bei den deutschen Meisterschaften im Berliner Wellblechpalast: "Das passt gut mit dem deutschen Pass für Aljona, denn im Moment sind wir wirklich gut. Ansonsten denken wir Schritt für Schritt, da ist Turin erstmal nur ein weiterer Wettkampf."

In der Verfassung von Berlin dürfen sich die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer in Turin berechtigte Medaillenhoffnungen machen. Bei den Europameisterschaften im Januar in Lyon ist sogar ein Titelgewinn keine Utopie, nachdem der EM-Start der Vorjahressieger und aktuellen Weltmeister Tatjana Totmianina und Maxim Marinin aus Russland wegen einer Erkrankung Totmianinias an der Gallenblase gefährdet ist.

"Endgültig in der Weltspitze angekommen"

Bei ihrer abschließenden Kür am Freitag zur Filmmusik "1 492" präsentierten sich die beiden Chemnitzer vor 1 000 Zuschauern in exzellenter Form und weitgehend fehlerfrei und siegten mit 183,60 Punkten turmhoch vor Rebecca Handke und Daniel Wende (Möhnesee/Essen) mit 135,48 Zählern sowie Eva-Maria Fitze und Rico Rex (München/Chemnitz), die auf 130,70 Punkte kamen. Trainer Ingo Steuer sagte nur: "Sie sind endgültig in der Weltspitze angekommen."

Während die Olympia-Teilnahme von Sawtschenko, die seit knapp drei Jahren in Deutschland lebt, und Szolkowy nun endgültig in trockenen Tüchern ist, schweben die Münchnerin Annette Dytrt sowie das Dortmunder Eistanzpaar Christina und William Beier weiterhin zwischen Hoffen und Bangen. Das Ticket nach Turin kann nur in Lyon gelöst werden, für Dytrt mit einem achten Rang, die Geschwister Beier müssen in Süd-Frankreich mindestens Elfte werden.

An eine Qualifikation zu glauben, fällt vor allem im Fall der gebürtigen Tschechin schwer, die nur dank noch zahlreicherer Patzer ihrer Konkurrentinnen zum vierten Male in Folge den nationalen Titel holte. "Ich nehme meine Stürze an, um daraus zu lernen", meinte die 22 Jahre alte Sportsoldatin. Beier/Beier hingegen präsentierten sich souveräner, sind aber von der Weltklasse noch ein Stück entfernt. Christina Beier: "Nur wenn alles optimal läuft, können wir es schaffen."

© SID

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