Eiskunstlauf EM
Dytrt nach Kurzprogramm auf Platz zwölf

Annette Dytrt hat bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Lyon im Kurzprogramm den zwölften Platz belegt und hat damit weiter den für die Olympia-Qualifikation nötigen Platz acht im Visier.

Die deutsche Meisterin Annette Dytrt belegt bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften nach dem Kurzprogramm den zwölften Platz und hat ihre Chance auf ein Olympia-Ticket damit zunächst gewahrt. Die Münchnerin, die erstmals von ihrer neuen Trainerin Ilona Schindler betreut wurde, kann sich in Lyon in der Kür nun aber keinen Fehler mehr erlauben. Rang acht ist Pflicht, um sich für die Winterspiele von Turin zu qualifizieren.

An der Spitze zieht erwartungsgemäß Titelverteidigerin Irina Slutskaja ihre Kreise. Die Weltmeisterin kam mit einer makellosen Kurzkür auf 66,43 Punkte und kann somit bei der Kür-Entscheidung am Donnerstag (18.30 Uhr/live bei Eurosport) mit dem Gewinn des siebten EM-Titels Geschichte schreiben. Die Russin, die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt sowie Eislegende Sonja Henie (Norwegen) konnten bislang jeweils sechs Goldmedaillen gewinnen.

Sturz verhindert bessere Platzierung

Die mit einer gelungenen Sprungkombination gestartete deutsche Meisterin verdarb sich eine bessere Platzierung durch einen Sturz beim dreifachen Flip, dennoch war die gebürtige Tschechin nach ihrem Vortrag und 47,39 Punkten zufrieden und erleichert zugleich: "Olympia ist noch zu machen, ich werde um diesen achten Rang kämpfen. Der Punktrückstand ist nicht zu groß. Meine neue Trainerin hat mir neuen Mut gemacht, ich will sie nicht enttäuschen."

Dass sich Shanetta Folle, bis Ende vergangenen Jahres Betreuerin der Zeitsoldatin, am Mittwoch überraschend unter die 1 500 Zuschauer im Palais des Sports gemischt hatte, nahm die Blondine zur Kenntnis, ohne sich irritieren zu lassen. "Sie hat mir mal gesagt, ohne sie wäre ich nichts. Jetzt will ich ihr etwas beweisen", sagte die 22-Jährige trotzig.

Schindler wollte das Verhalten ihrer Kollegin nicht direkt kommentieren. "Sie hat hier keinerlei Funktion und sollte sich deshalb selber fragen, was sie hier eigentlich will", meinte die Erfurterin, die bei den europäischen Titelkämpfen auch den letztjährigen EM-Dritten Stefan Lindemann betreut.

Hinter Slutskaja werden ihre Teamkollegin Jelena Sokolowa (60,88), die Schweizerin Sarah Meier (60,87), Newcomerin Elene Gedevanischwili aus Georgien (60,19) und Carolina Kostner aus Italien (60,04) um die weiteren Medaillen streiten. Dagegen büßte Ex-Europameisterin Julia Sebestyen aus Ungarn (46,69) mit einem verkorksten Programm alle Chancen auf das Siegertreppchen ein.

© SID

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