Eiskunstlauf EM
Dytrt verpasst bei Slutskaja-Sieg Olympia-´Quali´

Irina Slutskaja aus Russland hat sich bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft erneut die Krone aufgesetzt. Die deutsche Meisterin Annette Dytrt verpasste auf Rang zehn die Olympia-Qualifikation.

Einmal mehr hat Irina Slutskaja aus Russland den Titel der Eiskunstlauf-Europameisterin gewonnen und damit einen historischen Rekord der zweimaligen Olympiasiegerin Katarina Witt aus den Geschichtsbüchern gelöscht. Die Russin holte sich in Lyon mit 193,24 Punkten ihren siebten europäischen Titel, einen mehr als die Chemnitzerin und auch Eislauf-Legende Sonja Henie aus Norwegen gewonnen hatten. Silber ging an ihre Teamkollegin Jelena Sokolowa (177,81), Carolina Kostner aus Italien (172,45) gewann vor 2 500 Zuschauern die Bronzemedaille.

Dytrt verpasst Olympia-Qualifikation

Im Schatten dieser beispiellosen Bestmarke verpasste die deutsche Meisterin Annette Dytrt aus München den anvisierten achten Platz, der mit der Olympia-Qualifikation verbunden gewesen wäre. Erstmals von ihrer neuen Trainerin Ilona Schindler betreut, reichte es für die gebürtige Tschechin mit 131,11 Punkten aber immerhin zu Rang zehn, der der deutschen Eislauf-Union (DEU) einen zweiten Startplatz für die EM 2007 in Warschau beschert.

Die Olympia-Zweite Slutskaja bezauberte das Publikum ganz in rot mit einer temperamentvollen Mischung aus Rumba und Flamenco. Eine verpatzte Kombination machte sie mit einem mitreißenden Schlussspurt wieder wett und wurde am Ende mit Ovationen gefeiert. Dytrt begann zur Filmmusik "Spartacus" in einem türkisfarbenen Kleid mit einem sehenswerten dreifachen Lutz stark, verfiel dann aber in alte Schwächen. Der Salchow kam zweimal nur doppelt und beim Doppel-Axel am Ende der Kür kam die 22-Jährige sogar zu Fall. Mit versteinertem Gesicht beobachtete auch Ex-Betreuerin Shanetta Folle, von der sich Dytrt Ende vergangenen Jahres im Streit getrennt hatte, das Geschehen auf dem Eis.

"Ich kann natürlich nicht sagen, dass ich zufrieden bin. Jetzt will ich wenigstens bei der WM ein besseres Programm laufen", sagte die Sportsoldatin unter Tränen. Schindler lobte den Einsatzwillen ihres neuen Schützlings, monierte aber auch: "Annette hat noch nicht gelernt, ihr Programm während des Laufens umzustellen, das hat einige Punkte gekostet."

© SID

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