Eiskunstlauf EM: Savchenko Szolkowy düpieren die Konkurrenz

Eiskunstlauf EM
Savchenko Szolkowy düpieren die Konkurrenz

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben ihren Titel im Paarlauf bei den Europameisterschaften in Zagreb mühelos verteidigt. Mit 202,39 Punkten lagen Welten zwischen dem Duo und den Russen Muchortowa/Trankow (169,41).

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben die Konkurrenz eindrucksvoll im Griff gehabt und sind passend zu ihrer Kürmusik "L'Oiseau" nahezu schwerelos zu ihrem zweiten europäischen Paarlauf-Titel geschwebt. Bei den Europameisterschaften in Zagreb waren die beiden Chemnitzer wie schon im Vorjahr eine Klasse für sich und ließen der Konkurrenz aus Osteuropa nicht den Hauch einer Chance.

Mit 202,39 Punkten lagen Welten zwischen den Schützlingen von Trainer Ingo Steuer und den Russen Maria Muchortowa und Maxim Trankow (169,41) sowie deren Landsleuten Yuko Kawaguchi und Alexander Smirnow (167,25). Die Kür und die Musik aus dem Cirque du Soleil begeisterte das Publikum, das den Vortrag mehrfach durch Szenenapplaus unterbrach. Gehandicapt von einer Muskelzerrung im Rücken, die phasenweise sogar die Atmung behinderte, belegte der Essener Florian Just an der Seite von Mari Vartmann aus Düsseldorf vor 2000 Zuschauern im Sportdom von Zagreb wie im Vorjahr Rang sieben (119,86).

Kleiner Patzer beim dreifachen Salchow

Lediglich beim dreifachen Salchow unterlief Szolkowy ein kleiner Patzer, er drehte nur doppelt. Bei Pirouetten und Hebungen allerdings liefen die alten und neuen Titelträger kantenrein und synchron und ließen nicht eine Sekunde lang Zweifel an ihrem Titelgewinn aufkommen.

Das sächsische Trio nahm die einkalkulierte Goldmedaille schon fast wie selbstverständlich hin. "Diese EM ist nur der Abschnitt auf einem Weg zur WM. Im März in Göteborg wollen wir dann auch zum ersten Mal Weltmeister werden", sagte der umstrittene Coach, der dennoch Lob für sein Paar bereit hielt: "Es ist immer schwerer, einen Titel zu verteidigen, als ihn erstmals zu gewinnen."

In der schwedischen Hafenmetropole müssen sich die fünfmaligen deutschen Meister allerdings auf die starke Konkurrenz aus China einstellen. Beim Grand-Prix-Wettbewerb "Cup of Russia" im November hatten Savchenko/Szolkowy ihre bislang einzige Niederlage gegen die Rivalen aus dem Reich der Mitte hinnehmen müssen. Szolkowy ist dennoch zuversichtlich: "Wir laufen auf einem sehr hohen Level und sind bereit für den Titel."

Top-Favoriten bei den Herren nicht fehlerfrei

Beim nachmittäglichen Berliner Debütantenball hatten die Neulinge Clemens Brummer und Peter Liebers ihren EM-Einstand verpatzt. Im Kurzprogramm der Herren kamen die Trainingskollegen in der kroatischen Hauptstadt nicht über die Ränge 17 und 21 hinaus. Die erhoffte Top-Ten-Platzierung in der Kür-Entscheidung am Donnerstag (18.30 Uhr) ist somit praktisch nicht mehr realisierbar.

Aber auch die Top-Favoriten blieben im Sportdom von Zagreb alles andere als fehlerfrei. Selbst Titelverteidiger Brian Joubert (Frankreich) leistete sich beim dreifachen Axel eine kapitale Bruchlandung und musste sich daher mit 75,25 Punkten und Rang zwei hinter dem in Oberstdorf trainierenden Tschechen Tomas Verner (79, 03) sowie Ex-Weltmeister Stephane Lambiel aus der Schweiz (71,78) begnügen.

Die beiden Schützlinge von Trainerin Viola Striegler scheiterten binnen einer halben Stunde an der geforderten Sprungkombination. Während der deutsche Meister Brummer zumindest noch den dreifachen Lutz stand, sich aber beim anschließenden dreifachen Toe-Loop nicht mehr auf den Beinen halten konnte, legte Vize-Meister Liebers schon beim Lutz einen kapitalen Sturz hin. Ihre EM-Tickets hatten sich die Neulinge in Abwesenheit des verletzten ehemaligen WM-Dritten Stefan Lindemann (Erfurt) bei den nationalen Titelkämpfen in Dresden gesichert.

Die Europameisterschaften werden am Donnerstag (13.30 Uhr) mit dem Originaltanz der Eistänzer fortgesetzt.

© SID

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