Eiskunstlauf EM
Sawtschenko Szolkowy auf Medaillenkurs

Die deutschen Paarlauf-Meister Sawtschenko/Szolkowy überzeugten bei der Eiskunstlauf-EM in Lyon im Kurzprogramm und liegen auf Rang drei. Die deutschen Eistanz-Meister Beier/Beier wahrten derweil ihre Olympia-Chance.

Die erste internationale Medaille ist für Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy zum Greifen nah. Die deutschen Paarlauf-Meister konnten bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Lyon im Kurzprogramm eindrucksvoll in die Phalanx der russischen Weltklasse-Duos einbrechen. Mit einer neuen persönlichen Bestmarke von 64,46 Punkten gehen die beiden Chemnitzer als Dritte in die Kür-Entscheidung am Mittwoch (19.00 Uhr/live bei Eurosport).

Die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer lieferten, ganz in Schwarz gekleidet, eine nahezu fehlerfreie Kurzkür ab, auch die Sphärenmusik von Jean-Michel Jarre (Souvenir) kam bei den Preisrichtern gut an. Minimale Punktabzüge gab es nur für eine nicht ganz saubere Landung der gebürtigen Ukrainerin beim dreifachen Wurf-Rittberger. Steuer: "Ein ganz toller dritter Platz, wir wissen, wo wir hingehören - erstmal."

Russisches Duell um den Titel

Im Rennen um den Titel deutet allerdings vieles auf ein rein russisches Duell hin. Die Titelverteidiger Tatjana Totmianina und Maxim Marinin (68,04) sowie ihre Landsleute Maria Petrowa und Alexej Tichonow (66,07) entlockten dem Publikum im Palais des Sports gleich mehrfach Sonderbeifall. Im direkten Duell um den zweiten deutschen Olympiastartplatz erarbeiteten sich Rebecca Handke und Daniel Wende (Möhnesee/Essen) vor 1 500 Zuschauern einen knappen Vorsprung. Mit 47,81 Punkten kamen die Westfalen zunächst auf Rang sechs, in Lauerstellung auf dem achten Platz (46,02) die Chemnitzer Eva-Maria Fitze und Rico Rex.

"Wir schauen nicht nach hinten und wollen uns durchsetzen", sagte Wende. Konkurrentin Fitze gab sich ebenfalls kämpferisch: "Ich bin vor vier Jahren nach Chemnitz gewechselt, um meinen Traum von Olympia zu erfüllen. Wir geben nicht auf."

Beier/Beier wahren Olympia-Chance

Zum EM-Auftakt hatten bereits am Nachmittag Christina und William Beier ihre Chance auf ein Olympia-Ticket gewahrt. Die deutschen Eistanz-Meister aus Dortmund nehmen nach dem Pflichttanz Rang zwölf ein und haben damit den elften Platz, der für die Qualifikation für Turin erforderlich ist, weiterhin im Visier.

Die Spitze eroberten überraschend Jelena Gruschina und Ruslan Gontscharow aus der Ukraine. Die letztjährigen EM-Zweiten erhielten für ihren Tango Romantica 38,82 Punkte und verwiesen damit sowohl die nach vierjähriger Pause zurückgekehrten Litauer Margarita Drobiazko/Povilas Vanagas (38,34) als auch die russischen Weltmeister und Titelverteidiger Tatjana Nawka und Roman Kostomarow (38,21) auf die Plätze zwei und drei.

Beier/Beier kamen auf 28,62 Zähler und waren mit dieser Ausbeute durchaus zufrieden. "Der Tango ist nicht so unser Tanz, aber wir sind ohne Fehler durchgekommen", sagte Christina, die wie ihr Bruder in den Tagen vor dem EM-Auftakt mit einem grippalen Infekt zu kämpfen hatte. Auch Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU) wertete den Einstieg insgesamt positiv: "Sie sind ein bisschen verhalten gelaufen, haben aber auch ihre Technikstärken ausgespielt."

© SID

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