Eiskunstlauf EM
Szolkowy Savchenko wollen trotz Strapazen EM-Sieg

Obwohl die Anreise zunächst turbulent verlief, wollen Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei der Eiskunstlauf-EM den Sieg. "Sie können sich nur selbst schlagen", so Trainer Steuer vor der heute beginnenden Mission.

Das Gepäckchaos während ihrer Reise nach Zagreb war für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bereits am Montag wieder vergessen. Nachdem die Kostüme und Schlittschuhe verspätet in der kroatischen Hauptstadt eingetroffen sind, soll der heute beginnenden Mission Titelverteidigung bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften nun nichts mehr im Wege stehen.

"Natürlich ist man ein bisschen verärgert, und richtig gut geschlafen habe ich auch nicht. Aber das ist jetzt vergessen", sagte die gebürtige Ukrainerin, die ebenso wie ihr Partner von den EM-Organisatoren zur Überbrückung mit T-Shirts ausgestattet wurden. Der kleine Zwischenfall ändert nichts daran, dass die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer als hohe Favoriten in die Konkurrenz gehen, die heute (19.15 Uhr) mit dem Kurzprogramm beginnt.

"Aljona und Robin können sich nur selbst schlagen"

Alles andere als eine Goldmedaille für sein Paar wäre auch für Steuer eine Enttäuschung. "Aljona und Robin können sich nur selbst schlagen. Wenn sie eine normale Leistung bringen, gewinnen sie. Diese Gewissheit gibt Selbstvertrauen", meinte der Ex-Weltmeister, der den beiden Sachsen zutraut, bei der WM im März in Göteborg in seine Fußstapfen zu treten: "Auch dort wollen wir gewinnen."

Schließlich triumphierten Savchenko/Szolkowy bereits im Grand-Prix-Finale gegen die gesamte Weltelite, bei den europäischen Titelkämpfen fehlen naturgemäß die Konkurrenten aus China. Dennoch verspricht ein erneuter Gewinn des EM-Titels noch mehr Reputation. Steuer: "Europameisterschaften haben eine ganz andere Tradition."

Obwohl der Sportdom von Zagreb schon fast frühlingshaft von der Sonne beschienen wird, ist das Klima im deutschen Paarlauf-Lager kühl. Wegen der harschen Kritik Steuers an den Leistungen der nationalen Konkurrenz anlässlich der deutschen Meisterschaften in Dresden gehen sich Savchenko/Szolkowy und die deutschen Vize-Meister Mari Vartmann und Florian Just (Düsseldorf/Essen) soweit wie möglich aus dem Wege.

DEU verzichtet auf Jekaterina Wasiljewa und Daniel Wende

Doch die harten Worte des stasi-belasteten Steuer sind bei der Deutschen Eislauf-Union (DEU) nicht ganz ohne Wirkung geblieben. Nicht nominiert für Zagreb wurden die DM-Dritten Jekaterina Wasiljewa/Daniel Wende (Essen), die in Dresden zwei weitgehend missratene Programme hingelegt hatten. "Eine leistungssportliche Entscheidung", erklärte dazu DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf.

Gern gemeldet hätte die DEU die neue deutsche Meisterin Sarah Hecken, doch die Mannheimerin ist ebenso wie die zweitplatzierte Isabel Drescher aus Dortmund noch zu jung für internationale Championate. Daher geht Ex-Meisterin Annette Dytrt (Oberstdorf) auf das Eis. Bei den Männern starten die beiden Berliner Clemens Brummer und Peter Liebers, dabei sind auch die deutschen Eistanz-Meister Christina und William Beier (Dortmund).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%