Eiskunstlauf Grand Prix
Savchenko Szolkowy verzaubern das Publikum

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben bei der Nebelhorntrophy überzeugt. Stefan Lindemann feierte nach fast zweijähriger Wettkampfpause ein gelungenes Comeback.

Als schwarz-weiße Clowns haben Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei ihrem Start in den olympischen Winter ihre Fans verzaubert. Die Paarlauf-Weltmeister übernahmen bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf mit ihrem neuen Kurzprogramm ganz klar die Führung. Mit 72,80 Punkten verwiesen die beiden Chemnitzer Tatjana Wolososchar und Stanislaw Morosow aus der Ukraine (59,60) sowie die Kanadier Anabelle Langlois und Cody Hay (57,48) deutlich in die Schranken.

"Noch spielt Olympia aber für uns gar keine Rolle. Hier ist es für uns zunächst einmal wichtig, wie die neuen Programma ankommen", sagte Szolkowy. Zur Musik "Send in the clowns" präsentierten die Schützling von Trainer Ingo Steuer einen verträumten Vortrag, bei dem nur einige Pirouetten noch nicht optimal waren. Selbst ihr sonst so gestrenge Coach klatschte ihnen Beifall.

Im Windschatten der Europameister aus Sachsen platzierten sich die Oberstdorfer Maylin Hausch und Daniel Wende mit 49,30 Punkten auf Rang sechs. Den 17. Platz sicherten sich mit 35,52 Zählern vor der Kür-Entscheidung am Freitag (19.45 Uhr) bei ihrem gemeinsamen internationalen Debüt Nicole Gurny aus Chemnitz und der Berliner Martin Liebers.

Lindemann meldet sich zurück

Schon am Nachmittag hatte auch Stefan Lindemann Grund zur Freude. Nach fast zweijähriger Wettkampfpause meldete sich der Berliner in der internationalen Spitze zurückgemeldet. Nach einem ordentlichen, wenn auch nicht fehlerfreien, Kurzprogramm hat er gute Chancen, der Deutschen Eislauf-Union (DEU) einen Startplatz für Olympia in Vancouver zu sichern.

Der 28-Jährige geht nach bezüglich Olympia-Qualifikation bereinigter Ergebnisliste vom dritten Platz aus mit 63,95 Punkten in die Kür-Entscheidung am Freitag (13.50 Uhr), mindestens Sechster muss der ehemalige WM-Dritte werden, um für sich und seine deutschen Läuferkollegen die olympische Chance zu wahren. "Mein Ziel ist ganz klar Olympia, ich wollte meine Karriere auf keinen Fall einfach so als Verletzter beenden", sagte der Routinier, der wegen Beschwerden an der Achillessehne und langfristigen Leistenproblemen zwei Winter hintereinander beinahe komplett ausfiel.

Lambiel wieder da

Ein Erfolg war auch das Comeback von Stephane Lambiel. Der Schweizer begeisterte als "Wilhelm Tell" die Zuschauer und setzte sich nach 18-monatiger Wettkampfpause mit 77,45 Zählern an die Spitze. Dem Ex-Weltmeister am nächsten kam der Österreicher Viktor Pfeifer, der 65,32 Punkte sammelte. "Ich fühle mich gut und bin bereit zum Angriff", erklärte der ausdrucksstarke Eidgenosse.

Die deutschen Eistanz-Meister Carolina und Daniel Hermann mussten nach Pflicht- und Originaltanz mit dem neunten Platz zufrieden sein. Nach einem eher emotionslosen Tango Romantica verbesserte sich das Geschwisterpaar aus Dortmund (70,86) damit immerhin um einen Rang. Als 14. von 16 Paaren gehen Tanja Kolbe und Sascha Rabe aus Berlin (64,27) in die Kür-Entscheidung am Samstag (15.50 Uhr).

Der Wettbewerb wird am Freitag (8.30 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Damen fortgesetzt. Nach der verletzungsbedingten Absage der deutschen Meisterin Annette Dytrt (Oberstdorf), die Meniskusbeschwerden als Grund nannte, gehen Katharina Häcker aus Mannheim und die Dortmunderin Sarah Hecken für die DEU an den Start.

© SID

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