Eiskunstlauf Grand Prix
Steuer betreut Savchenko und Szolkowy in Moskau

Trainer Ingo Steuer darf auch beim Cup of Russia am kommenden Wochenende an der Bande stehen und dem Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy unter die Arme greifen. Das entschied das Landgericht München.

Das Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy darf auch beim zur Grand-Prix-Serie zählenden Cup of Russia am kommenden Wochenende in Moskau vom Stasi-belasteten Trainer Ingo Steuer betreut werden. Die 26. Zivilkammer des Landgerichts München I hielt am Dienstag eine entsprechende Einstweilige Verfügung von Savchenko und Szolkowy aufrecht.

Die Deutsche Eislauf-Union (DEU), die eine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Paarlauf-Weltmeister wegen dessen politischer Vergangenheit ablehnt, blieb mit ihrem Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung somit erfolglos.

Gang zur nächsten Instanz

Die schriftliche Begründung von Richter Hans-Peter Kloß wird erst in den kommenden Tagen vorliegen, dennoch kündigte DEU-Vizepräsident Uwe Harnos bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung den Gang zur nächsten Instanz an: "Wir sind mit dieser Entscheidung natürlich nicht zufrieden und werden vor dem Oberlandesgericht München Berufung einlegen."

Steuers Rechtsvertreterin Carla Vogt-Röller bewertete die richterliche Entscheidung positiv. "Wir fühlen uns in unserer Rechtsauffassung bestätigt. Man muss sich diesen Fall eben genau anschauen. Nicht überall, wo Stasi draufsteht, ist auch Stasi drin", erklärte die Berliner Juristin.

Die deutschen Paarlauf-Meister aus Chemnitz hatten sich bereits juristisch die Betreuung durch ihren Coach bei den Olympischen Winterspielen von Turin, der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf sowie dem Cup of China in Nanjing erstritten.

© SID

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