Eiskunstlauf International
Savchenko Szolkowy siegen in Paris

Die Olympiadritten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz haben die Paarlauf-Konkurrenz bei der Trophee Bompard der Eiskunstläufer in Paris gewonnen.

"Pink Panther" Aljona Savchenko hauchte ihrem Partner Robin Szolkowy ein Küsschen auf die Wange und Trainer Ingo Steuer lächelte zufrieden - mit ihrer neuen Kür haben sich die ehemaligen Paarlauf-Weltmeister aus Chemnitz nicht nur an die Spitze der Grand-Prix-Wertung "geschlichen", sondern auch die eigenen hohen Erwartungen erfüllt. 5 000 Zuschauer im Palais Omnisports in Paris-Bercy feierten das Programm der beiden Sachsen, untermalt von der legendären Filmmusik von Henry Mancini.

"Wir haben diesmal bewusst einen ganz anderen Stil gewählt. Schön, dass das Publikum unsere Kür mochte, wir sind sehr zufrieden", sagte Szolkowy. Mit 197,88 Punkten ließen sie der Konkurrenz keine Chance und rehabilitierten sich für ihren missratenen Auftritt vor einem Jahr an gleicher Stelle. Damals scheiterten sie an ihrem Olympiaprogramm und mussten kurzfristig eine neue Kür für Vancouver aus dem Boden stampfen.

Savchenko: "'Pink Panther' war meine Idee"

Was diesmal nicht erforderlich und auch nicht erwünscht ist, denn auch Szolkowys Partnerin fühlte sich nach dem zweiten Sieg im zweiten Grand-Prix-Wettbewerb richtig wohl auf dem Eis. Savchenko: "Der 'Pink Panther' war meine Idee. Wir haben lange überlegt und wollten einfach mal etwas Lustiges laufen."

Ob sich die Olympiadritten allerdings berechtigte Hoffnungen machen können, nach 2008 und 2009 zum dritten Mal Paarlauf-Weltmeister zu werden, wird sich wohl erst beim Grand-Prix-Finale in zwei Wochen in Peking herausstellen. Denn die aktuellen Titelträger Pang Qing und Tong Jian aus China gingen Savchenko/Szolkowy im nach-olympischen Winter bislang aus dem Weg und holten sich ihre zwei Grand-Prix-Siege bei anderen Veranstaltungen. Die russischen Europameister Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow gingen bislang nur einmal an den Start.

Duo Hausch/Wende auf gutem dritten Rang

Im Windschatten der Steuer-Schützlinge überraschten Maylin Hausch und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen) in Paris mit einem dritten Platz. Die deutschen Meister sammelten 157,42 Punkte und etablierten sich damit zumindest in der europäischen Spitze. Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), sprach sogar von einem historischen Resultat: "Noch nie haben deutsche Paare bei einem Grand Prix gleich zwei Medaillen gewonnen. Das ist ein großer Erfolg für den deutschen Eiskunstlauf."

Zumindest ein kleines Erfolgserlebnis durfte Sarah Hecken feiern. Die deutsche Meisterin aus Mannheim stand erstmals im Wettkampf den dreifachen Lutz. Aber da im Gegenzug der dreifache Salchow gleich zweimal missriet, reichte es für die WM-Zwölfte in Paris letztlich doch nur zum zehnten Platz. "Wegen Rückenbeschwerden musste ich im Oktober vier Wochen mit dem Training aussetzen", berichtete Hecken.

Bei den Herren kam der Berliner Peter Liebers auf Rang sieben. Ein deutsches Tanzpaar war in der französischen Hauptstadt nicht am Start.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%