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Eiskunstlauf-Trainer Steuer erhält erneut Recht

Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer darf auch bei der Nebelhorn-Trophy seine Schützlinge Aljona Savchenko und Robin Szolkowy betreuen. Der 39-Jährige erstritt vor Gericht erneut eine Einstweilige Verfügung.

Im Streit um seinen Job als Eiskunstlauf-Trainer hat sich Ingo Steuer erneut per Einstweiliger Verfügung Recht verschafft. Das Landgericht München gab einem Antrag des mit einer Stasi-Vergangenheit belasteten Coaches der deutschen Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy statt. Damit darf dieser seine Schützlinge bei der am Donnerstag beginnenden Nebelhorn-Trophy betreuen.

Das neu gewählte Präsidium der Deutschen Eislauf-Union (DEU) hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dem Eiskunstlauf-Paar nur dann die Starterlaubnis zu erteilen, wenn es sich von seinem umstrittenen Trainer trennt. Grund dafür war unter anderem auch die vorübergehende Sperrung von Fördergeldern in Höhe von 200 000 Euro seitens des Bundesinnenministeriums, die den finanzschwachen Verband an den Rand der Zahlungsunfähigkeit getrieben hatte.

Sollte es zwischen dem Trainer und seinen Schützlingen auf der einen sowie der DEU auf der anderen Seite in den kommenden Wochen zu keiner Einigung kommen, müsste sich das Paar vor jedem Wettbewerb die Nominierung seines Trainers auf gerichtlichem Wege erstreiten. Als nächste sportliche Aufgaben stehen für Savchenko/Szolkowy der Cup of China vom 9. bis 12. November in Nanjing sowie der Cup of Russia vom 23. bis 26. November in Moskau, jeweils Grand-Prix-Wettbewerbe, auf dem Programm.

Savchenko/Szolkowy lehnen Trainerwechsel ab

Der ehemalige Paarlauf-Weltmeister Steuer war im Januar als IM "Torsten" enttarnt worden und hatte bereits damals nur mit gerichtlichen Mitteln seine Akkreditierung für die Olympischen Winterspiele von Turin erzwingen können. Die Vize-Europameister Savchenko und Szolkowy haben sich jedoch bisher stets zu ihrem Coach bekannt und eine Betreuung durch die renommierten russischen Trainer Oleg Wasiljew oder Tamara Moskwina abgelehnt.

Im Gegensatz zu Steuer nicht bei der Nebelhorn-Trophy dabei ist der deutsche Meister Stefan Lindemann. Der mittlerweile in Berlin trainierende Erfurter kann seit zwei Wochen wegen einer Virusinfektion nur eingeschränkt trainieren. Abgesagt hat auch die Mannheimerin Christiane Berger wegen einer Knochenhautentzündung im linken Fuß.

© SID

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