Eiskunstlauf Olympia
Steuer will definitiv in Turin dabei sein

Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer möchte bei den Olympischen Winterspielen unabhängig von einer offiziellen Akkreditierung auf jeden Fall in Turin vor Ort sein und Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy betreuen.

Bei den Olympischen Winterspielen (10. bis 26. Februar) in Turin will Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer auf jeden Fall vor Ort dabei sein und die deutschen Paarlauf-Meister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy betreuen. Eine diesbezügliche Absprache bestätigte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), dem Sport-Informations-Dienst (sid).

"Natürlich möchten wir, dass der Trainer dabei ist, wenn auch möglicherweise nur als Privatperson. Er hat den besten Kontakt zu seinem Paar und kann ihm am meisten helfen", sagte Dönsdorf dem sid. Die Sportler stünden bei allen Überlegungen im Mittelpunkt: "Deshalb werden wir Aljona und Robin keinen fremden Trainer vorsetzen."

Olympia-Nominierung per Einstweiliger Verfügung erwirkt

Damit sind Aussagen der Vize-Europameister aus Chemnitz, möglicherweise auf einen Olympiastart zu verzichten, praktisch vom Tisch. "Ohne Ingo werde ich nicht fahren", hatte Sawtschenko noch im ZDF-Morgenmagazin erklärt. Steuer hatte am Montag per Einstweiliger Verfügung seine Olympia-Nominierung erwirkt, das Nationale Olympische Komitee erwog zwar einen Widerspruch, hatte sich bis Dienstagmittag aber noch nicht festgelegt.

Der 39 Jahre alte ehemalige Paarlauf-Weltmeister war in der vergangenen Woche aus dem Olympia-Team gestrichen worden, nachdem ihm von der Birthler-Behörde Stasi-Kontakte zur Last gelegt worden waren. Steuer räumte daraufhin zwar solche Verbindungen ein, bezeichnete die Vorwürfe aber als nicht nachvollziehbar: "Ich kann das nach so vielen Jahren überhaupt nicht verstehen."

Team für die logistische Organisation zuständig

Da Steuer ohne Akkreditierung nur außerhalb des olympischen Areals zu seinen Schützlingen Kontakt aufnehmen könnte, wäre in diesem Fall ein Team für die logistische Organisation rund um die beiden Medaillenkandidaten zuständig, bestehend aus Sportdirektor Dönsdorf, dem Berliner Trainer Knut Schubert als Betreuer der EM-Siebten Eva-Maria Fitze und Rico Rex (München/Chemnitz) sowie Teamarzt Stefan Pfrengle, selbst zweimal deutscher Paarlauf-Meister.

"Es wird eine Aufgabenteilung geben, mit der das Paar zufrieden sein wird", kündigte Dönsdorf an. Der Paarlauf-Wettbewerb bei Olympia beginnt am 11. Februar mit dem Kurzprogramm, zwei Tage später fällt die Entscheidung in der Kür.

© SID

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