Eiskunstlauf Verband
Deutsche Eislauf-Union rechnet nicht mit Klagen

Nach der Präzisierung seiner Olympia-Richtlinien erwartet die Deutsche Eislauf-Union mit Blick auf die Nominierungen keine juristischen Auseinandersetzungen.

Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) erwartet nach der Klarstellung seiner Richtlinien keine juristischen Auseinandersetzungen bezüglich der Nominierungen für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. "Nach der ersten Welle der Enttäuschung werden die Läufer die Resultate sportlich-fair hinnehmen. Dass zunächst einmal nach jedem Strohhalm gegriffen wird, ist menschlich verständlich. Aber alle Kriterien waren mit den Sportlern und den Trainern abgesprochen", sagte DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz dem SID.

Laut den Bestimmungen muss ein Läufer bei drei internationalen Wettbewerben zweimal eine Punktnorm übertreffen, um sich für Vancouver zu qualifizieren. Diese bereits im Juli ausgearbeiteten Bestimmungen waren in der vergangenen Woche dahingehend präzisiert worden, dass nur die Ergebnisse der ersten drei Starts gewertet werden, weitere Turnierresultate aber keine Berücksichtigung finden.

Deutsche Meister bangen um Teilnahme

Konkret betroffen von dieser Klarstellung sind die deutschen Eistanz-Meister Carolina und Daniel Hermann sowie die Oberstdorferin Annette Dytrt. Das Geschwisterpaar aus Dortmund erfüllte zwar am vergangenen Wochenende erstmals die Norm, der avisierte Start bei "Skate Canada" in Ontario in zehn Tagen ist aber bereits ihr vierter Wettbewerb der Saison. Ähnlich gelagert ist der Fall bei Dytrt, die ebenfalls noch einen vierten Auftritt geplant hatte, um zum zweiten Mal die Vancouver-Norm zu übertreffen.

Alle Vorgaben erfüllt haben derzeit neben den Paarlauf-Weltmeistern Aljona Savchenko und Robin Szolkowy (Chemnitz) Maylin Hausch und Daniel Wende aus Oberstdorf und Essen (ebenfalls Paarlauf) sowie die Berliner Eistänzer Christina und William Beier. Bei den Herren fällt die Entscheidung über den einzigen deutschen Olympia-Startplatz bei den deutschen Meisterschaften von 17. bis 20. Dezember in Mannheim zwischen den Berlinern Stefan Lindemann und Peter Liebers, die jeweils zweimal über der Norm lagen.

Auch Hecken noch mit Chancen

Bei den Damen hat Sarah Hecken aus Mannheim noch eine Chance, sich für das Olympia-Team zu qualifizieren. Die 16-Jährige muss dafür allerdings beim Grand-Prix-Wettbewerb "Skate America" am kommenden Wochenende in Lake Placid die Marke von 128 Punkten übertreffen. Am vergangenen Wochenende hatte Heck bei einem Wettbewerb in Nizza wegen einer gebrochenen Kufe bereits beim Einlaufen aufgeben müssen.

© SID

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