Eiskunstlauf WM
Bulgarische Eistänzer verteidigen WM-Titel

Die Bulgaren Albena Denkowa und Maxim Stawiski sind erneut Weltmeister im Eistanz. Bei der WM in Tokio verteidigten sie ihren Titel vor dem kanadischen Paar Marie-France Dubreuil und Patrice Lauzon.

Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio haben Albena Denkowa und Maxim Stawiski ihren Titel im Eistanz erfolgreich verteidigt. Die beiden Bulgaren siegten vor den Kanadiern Marie-France Dubreuil und Patrice Lauzon sowie Tanith Belbin und Benjamin Agosto aus den USA. Die deutschen Meister Nelli Ziganschina aus Chemnitz und Alexander Gazsi aus Berlin belegten bei ihrem WM-Debüt den 18. Platz.

"Im letzten Jahr habe ich unseren Sieg noch gar nicht so richtig begreifen können. Diesmal genieße ich dieses wundervolle Gefühl noch viel mehr", sagte die 32 Jahre alte Blondine. Das Kür-Thema "Xotica" aus dem Cirque du Soleil überzeugte die Preisrichter. Ihr drei Jahre jüngerer Partner ergänzte: "Dieser zweite Welttitel ist ein brillantes Ende für uns."

Der erneute WM-Triumph für Denkowa/Stawiski hing vor 6 800 Zuschauern in einer erneut ausverkauften Arena allerdings an einem seidenen Faden. Am Ende lag das Duo mit 201,61 Punkten gerade mal einen Zähler vor den Kanadiern Dubreuil/Lauzon (200,46). Deutlicher geschlagen holten sich die US-Amerikanerbelbin und Agosto (195,43) die Bronzemedaille.

16-jährige Südkoreanerin trumpft auf

Fast genauso lauten Jubel wie die Bulgaren erntete im Kurzprogramm der Damen Kim Yu-Na. Die 16 Jahre alte Südkoreanerin stellte bei ihrem WM-Debüt zu Tango-Klängen aus "Moulin Rouge" mit 71,95 Punkten einen neuen Weltrekord auf und distanzierte damit sowohl die Japanerin Miki Ando (67,98) als auch die italienische Europameisterin Carolina Kostner (67,15). Die letztjährige Junioren-Weltmeisterin hatte schon im Dezember beim Grand-Prix-Finale in St. Petersburg triumphiert.

Im Schatten der alten und neuen Eistanz-Titelträger lieferten Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) ein solides WM-Debüt ab. Die deutschen Meister kamen ohne größere Fehler durch Pflichttanz, Originaltanz und Kür und landeten mit 142,87 Punkten auf einem zufriedenstellenden 18. Platz.

"Am Tempo müssen wir noch arbeiten, das wird unser Schwerpunkt in der neuen Saison sein", sagte der in Moskau studierende Gazsi, den eine Handverletzung leicht behinderte. Für den kommenden Winter hoffen die EM-16. auf eine Rückkehr der Dortmunder Christina und William Beier. Die deutschen Ex-Meister hatten sich wegen einer langwierigen Fußverletzung von Christina für die nach-olympische Saison komplett abmelden müssen. Gazsi: "Es wäre langweilig, wieder im Alleingang deutscher Meister zu werden."

Bitteres Aus für Wieczorek

Doch während Ziganschina/Gazsi zumindest problemlos das Kür-Finale erreichten, waren die Welttitelkämpfe im fernöstlichen Kaiserreich für Kristin Wieczorek nach dem Kurzprogramm schon vorzeitig beendet. Nach einer schwachen Vorstellung musste sich die deutsche Meisterin aus Chemnitz mit dem 29. Platz begnügen, die Entscheidung am Samstag (9.30 Uhr MEZ) findet somit ohne sie statt.

Bei der geplanten Kombination aus dreifachem Rittberger und doppeltem Toe-Loop rotierte die 20-Jährige beim ersten Sprung nur doppelt und büßte dadurch entscheidende Zähler ein. "Ich habe dafür keine Erklärung, beim Einlaufen hat es noch funktioniert", sagte Wieczorek, die sich ihren WM-Startplatz bei den europäischen Titelkämpfen in Warschau im direkten Duell mit der Mannheimerin Christiane Berger gesichert hatte.

© SID

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