Eiskunstlauf WM
Savchenko Szolkowy nach Kurzprogramm auf Rang fünf

Bei der Eiskunstlauf-WM im kanadischen Calgary belegen die deutschen Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy nach dem Kurzprogramm den fünften Platz. Das Chemnitzer Duo hofft weiter auf eine Medaille.

Die deutschen Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy können bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary weiterhin auf eine Medaille hoffen. Das Duo aus Chemnitz startete mit 61,24 Punkten und einem fünften Platz im Kurzprogramm in den Wettbewerb. Savchenko patzte beim dreifachen Wurfsalchow. Ich habe kaum Luft bekommen und fühle mich so schwach", ächzte die Partnerin von Robin Szolkowy mit fiebrig glänzenden Augen nach ihrem Missgeschick, das die beiden Chemnitzer mit 61,24 Punkten auf den fünften Platz abstürzen ließ.

"Ich wusste schon beim Abwurf, dass es schief gehen würde"

Szolkowy hatte die beidfüßige Landung, die die Olympia-Sechsten etwa drei Punkte kostete, früh kommen sehen: "Ich wusste schon beim Abwurf, dass es schief gehen würde." Nach diesem Rückschlag liefen die deutschen Meister ganz auf Sicherheit, für den Geschmack von Udo Dönsdorf allerdings ungeachtet der gesundheitlichen Probleme ein wenig zu verhalten. "Sie hatten Fracksausen", kritisierte der Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), der insgeheim mit dem ersten deutschen WM-Titel seit neun Jahren geliebäugelt hatte.

Nun ist bei der Kürentscheidung am Mittwoch (22.00 Uhr MEZ) bestenfalls eine Bronzemedaille hinter den beiden chinesischen Paaren Zhang Dan/Zhang Hao (65,58) und Pang Qing/Tong Jian (64,98) möglich, die den Titel im Saddledome dank der Abwesenheit der russischen Olympiasieger Tatjana Totmianina und Maxim Marinin unter sich ausmachen sollten. Savchenko: "Da müssen wir schon sehr gut laufen, um noch Dritte werden zu können."

Das allerdings wäre ein gelungener Abschluss eines turbulenten olympischen Jahres, das harmlos und erfreulich zugleich im Januar mit EM-Silber in Lyon begann und im Vorfeld der Spiele von Turin völlig aus den Fugen geriet. Die Stasi-Affäre um Trainer Ingo Steuer belastete seine Schützlinge mehr als sie selbst oft wahrhaben wollten.

Steuer ab April nicht mehr bei der Bundeswehr

"Meine Batterien sind leer, und auch Aljona und Robin haben eine schwere Saison hinter sich", sagte der Coach, der ab April nicht mehr in Bundeswehrdiensten steht und ein Studium beginnen will. Zudem sind mit der DEU Gespräche über die weitere sportliche Zusammenarbeit vorgesehen.

Noch völlig überfordert sind bei ihrem WM-Debüt Mari-Doris Vartmann und Florian Just. Die Dortmunder, die für die verletzten deutschen Vizemeister Rebecca Handke und Daniel Wende (Möhnesee/Essen) trotz eines durchwachsenen WM-Testlaufens nachnominiert wurden, liegen mit inakzeptablen 32,96 Punkten auf dem 19. und damit vorletzten Platz. "Wir waren glücklich und ängstlich zugleich", sagte Vartmann, die wegen schweißnasser Hände sogar einmal den Kontakt zu ihrem Partner verlor.

© SID

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