Eiskunstlauf WM
Savchenko und Szolkowy patzen im Kurzprogramm

Bei der Eiskunstlauf-WM in Göteborg patzten die deutschen Paarlauf-Favoriten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy im Kurzprogramm und müssen sich bei der Kür-Entscheidung steigern.

Die als Favoriten in den Paarlauf-Wettbewerb der Eiskunstlauf-WM in Göteborg gestarteten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy müssen härter als erwartet um ihren ersten Weltmeistertitel kämpfen. Nach zwei Patzern im Kurzprogramm steht den Paarlauf-Europameistern bei der Kür-Entscheidung am Mittwoch (18.30 Uhr) in Göteborg eine nervenaufreibende Aufholjagd bevor. Die Chemnitzer sind mit 72,00 Punkten hinter den Olympiazweiten Zhang Dan und Zhang Hao (74,36) auf Rang zwei nun in der Verfolgerrolle. Auf Platz drei folgen Yuko Kawaguchi/Alexander Smirnow aus Russland (71,42).

Eine Vorentscheidung zu ihren Gunsten verpassten die fünfmaligen deutschen Meister durch eine nicht ganz synchrone Einzelpirouette, zudem landete die gebürtige Ukrainerin Savchenko ihren dreifachen Toe-Loop unsauber. "Wir sind schon ein bisschen enttäuscht, denn wir können es eigentlich besser. Leider ist uns in dieser Saison kein einziges fehlerfreies Kurzprogramm gelungen", sagte Szolkowy.

Auch seine Partnerin war über ihr eigenes Missgeschick verschnupft: "Ich bin sauer auf mich, wir werden jetzt Ärger mit dem Trainer bekommen." Coach Ingo Steuer, zusammen mit Mandy Wötzel 1997 letzter deutscher Paarlauf-Weltmeister, verließ sichtlich genervt und kommentarlos das mit 8 569 Zuschauern gut gefüllte Scandinavium. Doch ungeachtet der kleinen Missgeschicke wurde das Kurzprogramm seiner Schützlinge zu Bollywood-Klängen lautstark gefeiert.

Die allgemein bei den Läufern unbeliebte Startnummer eins wollte Savchenko nicht als Ausrede gelten lassen: "Daran habe ich auf dem Eis überhaupt nicht gedacht." Beim Kürwettbewerb werden die diesjährigen Grand-Prix-Sieger allerdings auf jeden Fall in der letzten Startgruppe aufs Eis gehen.

Mit einem soliden, aber nicht perfekten Argentinischen Tango hatten zuvor für Nelli Ziganschina aus Chemnitz und den Berliner Alexander Gazsi die Welttitelkämpfe begonnen. Die deutschen Vizemeister nehmen nach dem Pflichttanz mit 28,07 Punkten Rang 19 ein und wiederholten damit im Zwischenklassement fast ihre Endplatzierung vom vergangenen Jahr (18. Platz).

Ihrem ersten Welttitel tanzen die Franzosen Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder entgegen. Die letztjährigen Europameister kamen vor nur 2000 Zuschauern im spärlich gefüllten Scandinavium auf 40,73 Zähler und gehen mit einem bereits beachtlichen Vorsprung in den Originaltanz am Donnerstag (13.00 Uhr). Den Olympiavierten von Turin 2006 am nächsten kamen Tessa Virtue und Scott Moir aus Kanada (38,71) sowie die Russen Jana Choklowa und Sergej Nowizki (37,98).

Die WM wird am Mittwoch (9.15 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Damen fortgesetzt. Für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) startet die viermalige deutsche Meisterin Annette Dytrt aus Oberstdorf.

© SID

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