Eisschnelllauf DM: Die zweite Reihe kämpft in Inzell um die Titel

Eisschnelllauf DM
Die zweite Reihe kämpft in Inzell um die Titel

Die Stars Anni Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms zeigen der heute beginnenden Eisschnellauf-DM die kalte Schulter. "Das ist einfach nur tragisch", grämt sich Teamchef Helge Jasch.

Schon vor dem ersten Start drohen die heute in Inzell beginnenden deutschen Sprint- und Mehrkampf-Meisterschaften der Eisschnellläufer zu einer trostlosen Angelegenheit zu werden, fehlt doch nach den Absagen der "Golden Girls" Anni Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms der erhoffte Glamour. "Vielleicht sollte man mal überlegen, die DM im Sommer auszutragen, wie es andere Wintersport-Verbände schon tun. Ein kleinerer Qualifikations-Wettkampf für Sportler, die sozusagen auf der Kippe stehen, wäre zu diesem Zeitpunkt ausreichend", meinte Marian Thoms, Manager und Ehemann der Team-Olympiasiegerin.

Helge Jasch, Teamchef der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg), hält dagegen: "Normalerweise ist das ein richtig guter Wettkampf. Leider ist es Schnupfenzeit, und dass so viele Stars abgesagt haben, ist einfach nur tragisch für die DM."

Nach Claudia Pechstein, die lieber in Norwegen trainiert, und Anni Friesinger (Antibiotika-Behandlung nach Insektenstich) war Anschütz-Thoms die bislang letzte Top-Läuferin, die für Inzell absagte. "Aus Sicherheitsgründen", wie Marian Thoms erklärte. Nach überstandener Erkältung wollte sich die Allround-Spezialistin die Anreise nach Inzell und die Rennen unter freiem Himmel sparen. Stattdessen bestreitet Anschütz-Thoms einen Testwettkampf in Erfurt.

Somit stellt sich bei der zweiten DM der Saison - zum Auftakt standen bereits traditionell die Einzelstrecken-Titelkämpfe auf dem Programm - 500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf als einzige Top-Läuferin den schwierigen Bedingungen. Am Donnerstag herrschten in Inzell noch Temperaturen von unter minus zehn Grad, für das Wochenende ist leichte Föhn-Neigung vorhergesagt.

Vergeben werden noch Startplätze für die Mehrkampf-EM in Kolomna/Russland am 12. und 13. Januar (2 Frauen-, drei Männertickets) sowie für die Sprint-WM in Heerenveen eine Woche später (1 Frauen-, zwei Männertickets). Pechstein und Anschütz-Thoms (Kolomna) sowie Friesinger und Wolf (Heerenveen) sind gesetzt.

© SID

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