Eisschnelllauf DM
Eisschnelllauf-Saison startet mit DM in Berlin

Heute startet mit den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Eisschnelllauf-Saison 2005/2 006. Die ewigen Rivalinnen Anni Friesinger und Claudia Pechstein haben dabei nur ein Ziel vor Augen: Olympia 2006 in Turin.

So einig waren sich Anni Friesinger und Claudia Pechstein selten. In der kommenden Eisschnelllauf-Saison zählt nur Olympia in Turin, alles andere ist Nebensache. Und die beiden ewigen Rivalinnen geben sich vor dem Wettkampf-Auftakt heute bei den deutschen Meisterschaften in Berlin erst gar keine Mühe, etwas anderes zu behaupten.

"Olympia ist das Größte, und so ist mein Plan auch gestrickt", sagt Pechstein, und für Friesinger sind die DM in der Hauptstadt und die darauf folgenden sechs Weltcups bis zu den Winterspielen (10. - 26. Februar 2006) nicht mehr als "Sprossen auf der Leiter hinauf nach Turin". Selbst die Mehrkampf-EM in Hamar (13. bis 15. Januar) ist der Allround-Königin Friesinger diesmal "nicht so wichtig".

Hoffnungen ruhen auf Friesinger und Pechstein

Und auch wenn vor allem die Erfurter Team-Weltmeisterinnen Sabine Völker und Daniela Anschütz in der Vorsaison mit Klassezeiten auf sich aufmerksam machten, ruhen vor allem auf den Superstars Friesinger und Pechstein die Hoffnungen. Doch die Wahl-Salzburgerin und die Berlinerin halten sich mit konkreten Zielsetzungen zumindest in der Öffentlichkeit zurück.

"Für mich wäre es ein Traum, auf einer Strecke nochmal ganz oben zu stehen. Egal, ob auf 3 000 oder 5 000 Meter", meint Pechstein. Auch Friesinger will offiziell "nur" eine weitere Medaille, "am besten aber eine goldene" - Ziele, die für die seit Jahren nicht vom Erfolg verwöhnten deutschen Herren auch in der kommenden Saison unerreichbar sein werden.

Gutes Abschneiden wäre für Verband wichtig

Für die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) wäre ein gutes Abschneiden in Turin Gold wert. Bei der nächsten Verteilung der Fördergelder durch den Bundesausschuss Leistungssport und das Innenministerium wird das Abschneiden bei Olympia zu zwei Dritteln und die bereits erfolgreich absolvierte Einzelstrecken-WM in Inzell (2 Gold, vier Silber) zu einem Drittel in die Wertung einbezogen.

"In Turin wollen wir das Fass vollmachen", erklärt der neue Desg-Präsident Gerd Heinze, der als eine seiner ersten Amtshandlungen in aller Stille den monatelangen Streit zwischen Pechstein und Chef-Bundestrainer Helmut Kraus beendete. "Der Weg ist frei für Turin", sagt der Berliner Heinze. Für Kraus wird es wahrscheinlich die letzte Saison als Cheftrainer-Eisschnelllauf sein. Der Inzeller soll im kommenden Jahr zu den Shorttrackern wechseln. Die Desg bestätigt oder dementiert nicht.

© SID

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