Eisschnelllauf DM
Friesinger und Schwarz siegen über 1500m

Olympiasiegerin Anni Friesinger hat sich bei den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften im Eisschnelllauf über 1500m den zweiten Titel gesichert. Bei den Herren siegte Samuel Schwarz aus Berlin.

Die deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften im Eisschnelllauf in Erfurt verlaufen für Anni Friesinger weiterhin nach Maß. Einen Tag nach ihrem Sieg über 500m konnte sich die Olympiassiegerin auch über 1500m den Titel sichern. Dabei unterbot die Inzellerin in 1:56,75 Minuten sogar ihren eigenen Bahnrekord um knapp eine Sekunde.

Von den Motivationsproblemen, die sie im Frühjahr noch über ein Karriereende nachdenken ließen, oder den Unstimmigkeiten mit dem Verband war bei der 29-Jährigen nichts zu sehen. "Ich weiß, dass ich gut trainiert habe. Diese Zeit beweist das, sie ist einfach wunderbar", meinte Friesinger, die die zweitplatzierte Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms (2:02,55) die Eisschnelllauf-Ewigkeit von fast sechs Sekunden hinter sich ließ.

Dritte wurde die Berlinerin Katrin Mattscherodt (2:05,36). Für Friesinger war es der insgesamt 15. deutsche Meistertitel. Titelverteidigerin Claudia Pechstein fehlte in Erfurt wegen eines Infekts.

"Angst ist nun weg"

Zwei Gründe für die beängstigend guten Zeiten hat Friesinger bereits entdeckt. Zum einen sei sie gesund, was im zurückliegenden Jahr viel zu selten der Fall gewesen sei. Zum anderen hat sie im Training mit ihrem neuen Coach Gianni Romme vor allem an der Kurventechnik gefeilt. "Die Kurve ist mein großes Potenzial, und dieses Potenzial habe ich wiederentdeckt. Nach vielen Stürzen hatte ich oft Angst, mit voller Power durch die Kurve zu fahren. Diese Angst ist nun weg", meinte die 29-Jährige, gegen die wohl auch Claudia Pechstein am Samstag chancenlos gewesen wäre. Die Titelverteidigerin aus Berlin fehlte aber wegen eines Infekts.

Schwarz erstmals deutscher Meister

Der Berliner Samuel Schwarz ist erstmals deutscher Eisschnelllauf-Meister. Der 23-jährige Berliner, der als eines der größten deutschen Kufentalente gilt, setzte sich bei den Titelkämpfen in Erfurt über 1500m in 1:51,05 Minuten in persönlicher Bestzeit mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor 5 000-m-Meister Tobias Schneider (Berlin) durch. Dritter wurde der Grefrather Stefan Heythausen (1:51,32).

"Ich bin sehr überrascht über den Titel, weil die anderen hinten heraus normalerweise schneller sind als ich", meinte Schwarz, mit dem auch der neue Herren Chef-Coach Bart Schouten nicht unbedingt gerechnet hatte. "Er hat die taktische Vorgabe aber hervorragend umgesetzt´, meinte der Niederländer, der vor dem ersten Weltcup am kommenden Wochenende in seiner Heimat Heerenveen den Druck aber deutlich erhöht: "Bis Heerenveen ist Regeneration angesagt, aber dann müssen die Jungs wesentlich schneller laufen."

© SID

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