Eisschnelllauf DM
Pechstein zeigt der Konkurrenz die Kufen

In Abwesenheit von Anni Friesinger hat Olympiasiegerin Claudia Pechstein die Mehrkampf-DM im Eisschnelllauf dominiert und alle vier Rennen gewonnen. Bei den Sprintern siegten Judith Hesse und Dino Gillarduzzi.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt mit ihren Gegnerinnen Katz und Maus gespielt und in überlegener Manier zum insgesamt fünften Mal den Allround-Titel geholt. In Abwesenheit ihrer großen Rivalin Anni Friesinger (Wadenverletzung) und der EM-Zweiten Daniela Anschütz-Thoms (Erkältung) gewann die 33-Jährige alle vier Rennen (500, 1 000, 1 500 und 3000m) und verwies mit insgesamt 161,367 Punkten beim Berliner Dreifachtriumph Lucille Opitz (164,674) und Katrin Mattscherodt (165,720) auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Sprintern siegten Lokalmatadorin Judith Hesse und Dino Gillarduzzi aus Inzell. Gillarduzzi, der sich bei der Sprint-WM am 21. und 22. Januar im niederländischen Heerenveen noch für Olympia qualifizieren kann, feierte über zweimal 500m und zweimal 1000m ebenso wie Pechstein einen souveränen Vier-Strecken-Erfolg und siegte mit 143,590 Punkten vor Anton Hahn aus Erfurt (146,500) und Frank Steiner aus Dresden (147,450).

Im Mehrkampf gewann feierte nach einem klaren 5 000-m-Sieg zum Abschluss Tobias Schneider seinen ersten Meistertitel. Der Berliner verwies mit 153,729 Punkten die Erfurter Jörg Dallmann (154,450) sowie Robert Lehmann (154,883) auf die Plätze und sicherte sich damit einen Startplatz für die EM in Hamar.

Pechstein konnte Fuß vom Gas nehmen

Pechstein, die zuvor aus trainingstaktischer Sicht einen 3000m-Startverzicht erwogen hatte, ließ sich den Titel in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle nicht mehr nehmen. "Wenn ich gesund bin, laufe ich immer durch. Es wäre ja auch schön blöd gewesen, wenn ich bei diesem riesigen Vorsprung den Gesamtsieg noch verschenkt hätte", sagte Pechstein, die den nationalen Vierkampftitel bereits 1996, 2000, 2002 und 2004 gewonnen hatte.

Schon über 500m hatte die Langstreckenspezialistin der Konkurrenz in 40,12 Sekunden keine Chance gelassen. Danach blieb die Allround-Weltmeisterin von 2000 über 1500m in 1:59,57 als einzige Starterin unter der Zwei-Minuten-Marke und gewann am Schlusstag auch die 1000m in 1:18,38 und die 3000m, wo sie es in 4:13,21 Minuten allerdings gemächlich angehen ließ.

© SID

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